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Was man vielleicht nicht sagen darf, aber sagen muss.

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Was man vielleicht nicht sagen darf, aber sagen muss.
Stef Manzini.

Wäre eine KI damit beauftragt diesen Text zu schreiben, würde sie ihn überhaupt schreiben?
Würde der KI noch die Information dazugegeben, in Deutschland ein deutsches Publikum damit erreichen zu wollen, würde sie davon abraten, derartiges zu publizieren. Hier sind wir ziemlich genau beim Problem angelangt. Ein Journalist darf nicht nur so schreiben, er muss es auch, wenn sie/er sich vorgenommen hat, vorbehaltlos breit zu informieren. Hasenherzigkeit ist der Weg in eine Meinungsdiktatur. Journalismus programmierten Robotern zu überlassen ist der gleiche Weg. Nur schneller.

Der Historiker Moshe Zimmermann, 1943 in Jerusalem geboren, wirft dem israelischen Regime vor, gegen die Araber Methoden des Völkermords, also ihrer Auslöschung, anzuwenden- und damit den Nazis zwar eben nicht in der Methodik aber in der Wirkung gleichzukommen. Diese für deutsche Ohren wohl unglaublichen Worte sagte Zimmermann dieser Tage im Deutschen Fernsehen.

Wir alle sehen längst wovon der Israelische Staatsbürger redet, wir alle wissen das sein größtmöglicher Vorwurf an die israelische Regierung gerechtfertigt ist. Die komplette Zerstörung ganzer Ortschaften im Libanon binnen von Minuten, und die Billigung der Tötung aller Einwohner, inklusive der Frauen und Kinder, unter dem Vorwand der Zerstörung terroristischer Infrastruktur der Hisbollah ist ein gewaltiges Verbrechen- und geschieht unter den Israel wohlmeinenden Augen der Bundesregierung, und großen Teilen der Völkergemeinschaft. Man muss ganz gewiss nicht „Free Palastine“ schreien, noch nicht einmal denken, um Mitgefühl mit den Menschen zu verspüren, die wie eine Herde Schafe mal hierhin, mal dorthin getrieben wird. Ganze Familien rennen um ihr nacktes
Leben, die Trauer in ihren Augen grenzenlos, die Augen der Kinder verstört und angstgeweitet. Längst hat das Ausmaß der zunächst verständlichen Vergeltungswut auf das fürchterliche Massaker der Hamas vom 7. Oktober 2024 auch in Gaza keine Verhältnismäßigkeit mehr.

Moshe Zimmermann, der Autor des Buches „People gone mad“, tut aber noch mehr. Er attestiert über der Hälfte der israelischen Bevölkerung die „rechtsextreme Regierung“, und dem Geltungsdrang und Vergeltungsdrang Benjamin Nehtanjahu zuzustimmen.

Ohne diese Zustimmung von mehr als der Hälfte der Bevölkerung würde das so nicht funktionieren, sagt Zimmermann sinngemäß. Das ist wovon Professor Michael Esfeld im Interview (Link unten) und in seinen Vorträgen spricht. Dinge können geschehen, weil die Mehrheit mitmacht. Duldung und Schweigen ist Zustimmung.

Das Deutschland in Europa der größte Waffenlieferant Israels ist, also kräftig an der Zerstörung von Gaza und Libanon mitverdient kann die deutsche Regierung nicht mit der Unterstützung der Ukraine rechtfertigen. Hier werden dem „russischen Aggressor“ Kriegsverbrechen bescheinigt, Benjamin Nehtanjahu, ein vom Kriegsverbrechertribunal in Den Haag verurteilter Kriegsverbrecher reist unbehelligt nach Berlin- und wird mit Ehren empfangen.

Eine merkwürdige Deutung und Auslegung von internationalem Recht, unter Zuhilfenahme des Damoklesschwerts „Antisemitismus“ , dieses Wort mit ungeheurer Wucht das immer dann ausgestoßen wird, wenn man Israel auch nur kritisiert. Feige ist es, hier nicht mit gleichem Maß zu messen, denn die deutsche Geschichte wird nicht dadurch glattgebügelt hier zu schweigen. Die deutsche Geschichte gemahnt ganz im Gegenteil überaus aufmerksam zu sein, wenn sich völkerrechtswidrige Gräueltaten irgendwo auf der Welt wiederholen.
Das gilt auch für Israel.

Ich bin dankbar für Menschen wie Moshe Zimmermann oder Professor Esfeld. Menschen, die den Mut aufbringen den Mund aufzumachen- auch wenn das gefährlich ist. Viel zu vorschnell wird gebrandmarkt, das verhindert auszusprechen was offensichtlich ist. Ich verzichte hier an dieser Stelle ganz bewusst auf lange Erklärungen, selbstverständlich keine antisemitischen Züge zu besitzen, denn alles immer zu relativieren und rechtfertigen zu müssen verwässert den eigentlichen Sinn eines Textes, der zugegebenermaßen nicht leicht aus der Feder fließt.

Wenn der israelische Staatsbürger Moshe Zimmermann diesen Mut aufbringt, dann will ich einen kleinen Beitrag dazu leisten zu zeigen, das es hier in Deutschland nicht verboten ist unbequeme Wahrheiten auszusprechen- und das es Deutsche gibt die das tun.

Bleiben Sie kritisch. Werden Sie mutig.
Herzlichst, Ihre Stef Manzini

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