Interview
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Es ist gut Michael Esfeld zuzuhören. Der Wissenschaftsphilosoph im Gespräch mit Stef Manzini.

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Es ist gut in einer sich rasant verändernden Welt einem Mann wie dem Philosophieprofessor Michael Esfeld zuzuhören. „Die sowjetischen Panzer die gibt es heute nicht mehr, das heißt, es kann kein Regime mehr mit Gewalt aufrecht erhalten werden- nur so lange wie die Leute mitmachen“, sagt Esfeld. Die Vergangenheit lehrt, das die Leute lange mitmachen. Was also stimmt das langjährige aktive Mitglied der Leopoldina (Deutsche Akademie der Naturforscher) optimistisch, wenn der Professor einen philosophischen Ausblick in die Zukunft wagt? „Don´t follow the Science“, rät dieser Wissenschaftler, denn da gibt es die Hinwendung zu Impfregimen, und Klimaregimen. Mit diesen Empfehlungen hat sich der mehrfache Buchautor in gewissen Kreisen nicht gerade beliebt gemacht- aber davon scheint Esfeld gänzlich unbeeindruckt. Wohltuend. Wenn man die Bösewichte wie Schwab und Gates auf eine einsame Insel verbannen würde, würde sich dadurch etwas verändern, fragte Michael Esfeld am 24. April in Überlingen sein Publikum. Er meint nicht, denn schließlich hätten ja genügend Firman und Menschen auch in der „Corona-Pandemie“ mitgemacht, und das obwohl ihnen dadurch Nachteile entstanden wären, erklärte Esfeld seinen über 200 Zuhörern. Es haben zu viele mitgemacht, so der Wissenschaftsphilosoph.

Sind wir also ein Volk von Mitläufern, und kann das Böse nur deswegen existieren, weil gute Menschen nichts dagegen unternehmen, fragte Stef Manzini im Interview am Rande der Veranstaltung den Autor, und sind wir nicht längst ein „Land ohne Mut“, wie der Titel seines Buches?

Eine Zuhörerin verließ den Saal im Dorfgemeinschaftshaus in Überlingen-Nussdorf, in den ständig Stühle nachgeschoben werden mussten, bereits nach fünf Minuten, für alle anderen die das große Interesse an dem Philosophen verdeutlichten waren es bewusstseinserweiternde 90 Minuten. „Selbstbestimmung statt Entmündigung, ist die Grundlage und Zukunft unserer Gesellschaft“, lautete der Titel einer äußerst anregenden Veranstaltung. Das zeigte die lebhafte Diskussion nach Esfelds Vortrag. Der mutige Professor Esfeld wagte wieder einmal kantige Thesen, als er in den Raum stellte: „Ein starker Staat braucht immer eine Bedrohung, und wenn keine da ist dann macht man sie, Gesundheit, Klima...Diese Entwicklung sehen wir seit 1989, und man könnte auch Quatsch, Quatsch, Quatsch in die Verfassung schreiben“, so Professor Doktor Michael Esfeld.

Nochmals, womit schöpfen wir also Mut, fragten wir einen mutigen Mann, in einer Zeit in der die Gesellschaft wie nie zuvor auseinanderklafft, und in der Bedrohungspotential von „Außen“ längst im Inneren wütet.

Antworten darauf versucht Michael Esfeld. Die Quantenphysik ist es jedenfalls für den ehemaligen Studenten an der ETH Zürich, dort studierte er auch die Philosophie der Quantenphysik, nicht. Über dieses hingehaltene Stöckchen, sollen wir nicht alle auf die Welt der Quantenphysik als das Feld der unbegrenzten Möglichkeiten vertrauen (Manzini), wollte Esfeld nicht springen.

Mut in einer Zeit der scheinbar immer mehr schwindenden Selbstbeeinflussung macht Professor Esfeld dennoch. Wie? Das erfahren Sie im Gespräch mit einem mutigen Mann.

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