Kommentar
Kampf gegen Freiheitsberaubung.
Die Abschaffung des IFG und die Einführung von Chat-Control bedrohen Pressefreiheit und investigativen Journalismus in…
Von Göttinnen und Huren, von der Feministin hin zum „Tradwife“- die Bezeichnungen und Zuschreibungen sind mannigfaltig. Es geht um die Frau.
Frauen machen die Hälfte der Weltbevölkerung aus, und kämpfen noch immer um klassische Grundpositionen des Feminismus: Die völlige Gleichstellung aller Geschlechter (ausgehend von zwei Geschlechtern, nämlich Mann und Frau) in allen Lebensbereichen. Angeregt durch ein Interview mit Alice Schwarzer in der „Weltwoche“, und einem munteren Gespräch mit Irmhild Boßdorf, der Vorsitzenden im „Fem-Ausschuss“ der ESN, vergangene Woche in Straßburg wage ich eine steile These:
Ein feministisches „Tradwife“ ist das ultimative Rollenbild der Frau in unserer Zeit.
Warum?
Im Trend „Tradwife“, hier ganz besonders von jungen Frauen, erleben besorgte „Alt-Feministinnen“ alá Schwarzer (Pardon! liebe Alice für das „Alt“ aber es bezieht sich auch auf die Zeit) eine zunehmende Abwendung der von ihnen erkämpften Errungenschaften, und eine Hinwendung zum klassischen Rollenbild der Frau in den 1950-er Jahren. Das muss diese Vorkämpferinnen für Frauenrechte erschüttern, denn alles was Alice Schwarzer und ihre Mitstreiterinnen nie wollten waren „Heimchen am Herd“, die vollkommen darin aufgingen ihren Ehemännern abends die Pantoffeln parat zu stellen. Und sich vom "starken Geschlecht" den Mund verbieten zu lassen.
Doch Vorsicht. Erlebt das „Tradwife“ geradezu einen Boom, wie Coca Cola und Kaugummi aus den USA über den großen Teich zu uns herübergeschwappt, wirken „Ultra-Feministinnen“ in ihrer Strenge und dem Verzicht aller Attribute die dem starken Geschlecht gefallen könnten, gerne wie eine Aufforderung zur Enthaltsamkeit. Ich kann mich „entzinnen“, wie ich als junge Frau im Berlin der 1980-er Jahre über eine WG-Mitbewohnerin abfällig sagte: „Die hat ja mehr Haare unter den Armen als ich auf dem Kopf“. Eine Beinrasur war ein Politikum. Heute lachen wir darüber.
Gehen wir noch etwas weiter zurück, zu den Suffragetten die Anfang des 20. Jahrhunderts, ausgehend vom Vereinigten Königreich, für Frauenrechte, insbesondere dem Wahlrecht für Frauen kämpften- und sich von der Polizei dafür niederknüppeln ließen, oder zwangsweise im „Kittchen“ mit Brei gefüttert werden mussten. Hungern bis zum Wahlrecht. So alt ist Alice Schwarzer nun natürlich nicht, aber auch sie ließ sich medial verprügeln und böse beleidigen für ihre Forderungen. Das Wahlrecht für Frauen in der Schweiz gab es übrigens 1971.
Das „Tradwife“ Irmhild Boßdorf ist meiner Fantasie entsprungen, denn gerade diese Frau ist zwar verheiratet und hat sogar fünf Kinder- steht aber als Spitzenpolitikerin und EU-Abgeordnete „ihren Mann“. Sowohl im klassischen Frauenbild, als auch in den elementarsten Forderungen der Feministinnen.
So stelle ich mir das ideale Rollenbild der Frau in den 2020-er Jahren vor. Ein feministisches „Tradwife“. Der Familie und den Grundwerten unserer Gesellschaft entsprechend, ohne in die unfreiwilligen Rollenbilder von Frauen der Vergangenheit zurückzufallen- die aufgeschlossene und emanzipierte Frauen jeden Alters nie mehr zurückhaben wollen.
Selbstbestimmung ist die Voraussetzung dafür, dass eine Frau ihr Leben nach ihrer Fasson leben kann. Als Mutter und Familienmanagerin im häuslichen wenn sie das will, kinderlos und ohne Gatten auf dem Karrieretrip, oder eben beides. Das muss möglich sein in einer modernen Gesellschaft.
Warum ich den „Tradwife-Trend“ nicht mag hat aber noch einen ganz anderen Grund:
Obwohl dieser Trend aus den USA offensichtlich einem herrschenden Idealbild der Frauen aus den 1850-er Jahren entspringt (ich habe mich nicht um 100 Jahre vertan), ist die Unterordnung der Frau unter ihren Ehemann auch ein Import muslimischer Menschen in Europa. Ich denke an die türkische Frau, die mit Tüten und Paketen bepackt stets 10 Schritte hinter einem Mann, ihrem Mann oder sei es der Sohn, herläuft.
Kittelschürze und Burka sind für mich gleichsam Unterdrückungs-Merkmale der Frauen, die ich 2026 in Deutschland, Österreich, Frankreich und so weiter nicht etabliert sehen will.
Frauen und Mädchen die daherkommen wie die „Hutterer“ (eine täuferisch-protestantische Glaubensgemeinschaft, die aus der Reformationszeit des 16. Jahrhundert stammt) mit ihren langen geflochtenen Zöpfen haben für mich keinen Reiz- sondern eher das Ewig-Gestrige gepachtet.
Irmhild Boßdorf ist im „Fem-Ausschuss“ der „ESN“ (Europa der Souveränen Nationen) eine starke Stimme gegen „Gender-Hype“, „Geschlechter-Wahn“, der Destabilisierung der Familien, und dem Angriff auf die Kinder via geschlechtsumwandelnde Hormonbehandlungen ab 14 Jahren. Darin stimme ich mit Boßdorf zusammen mit Alice Schwarzer komplett überein.
Im Interview mit der „Weltwoche“ betonte die Feministin Schwarzer, Gründerin der Zeitschrift „Emma“, einer „Bibel“ für „Emanzen“, das es ihr komplett unverständlich sei, einem pubertären Mädchen das sich nicht wohl in der Haut fühlt anzuraten, einfach ein Mann zu werden, anstatt mit der jungen Frau über ihre Probleme zu sprechen. Was für ein Wahnsinn sind diese nicht mehr rückgängig zu machenden Therapien, wohlgemerkt ich spreche von jungen Menschen, nicht von Erwachsenen sagen wir einmal mit rund 30 Jahren kann ein Mensch eine solch folgenschwere Entscheidung treffen, im vollen Bewusstsein über die Folgen. Ich freue mich dann mit diesem Menschen, wenn er dann angekommen in seinem Wunschkörper sich besser fühlt. Für Alice Schwarzer ist diese Art Geschlechtertausch sinngemäß der ultimative Kniefall vor dem Patriarchat. Dakor!
Familie und Kinder jedoch als die allein erfüllende Rolle der Frauen zu definieren, ist vielmehr nichts als ein Wunschtraum der Männer. Ich möchte nicht zurück zum „Mutterkreuz“, und ich möchte jungen „Tradwives“ davon abraten, sich allein in einer „Männer-Welt“ zuhause zu fühlen. Eine Frau hat es immer schwerer als ein Mann, auch heute noch. Auch 2026, denn die Strukturen des Patriarchats beherrschen die Welt noch immer. Sie sind überall zu finden, letztlich auch im Geldbeutel der Frauen bei der Gehaltszahlung. In unserer westlichen Welt basierend auf christlichen Werten möchte ich die Burka nicht durch die Hintertür „Kittelschürze“ bei uns angekommen sehen. Aber: Die Familie ist im wahrsten Wortsinne die Keimzelle unserer Gesellschaft, und ich bin sehr froh darüber, dass sich meine Eltern für dieses Lebensmodell entschieden haben.
Verstehen wir also das feministische „Tradwife“, und das Wort „feministische“ ist für mich ausschlaggebend, als moderne Interpretation von Frauen, die sich durchaus von konservativen Werten angezogen fühlen, die einem Mann nicht eine Ohrfeige geben wenn er ihnen die Tür offenhält oder den Stuhl zurechtrückt , die Komplimente über ihr Aussehen nicht als sexistisch missversteht- aber plumpen Offerten die Stirn zeigen und sich auch in der Männerwelt zum Beispiel im Job behaupten, die ein Dirndl tragen ohne zu vergessen, das ihnen auch ein Blaumann steht, die Kinder kriegen und sie lieben, die sich aber auch rückerinnern oder einmal „googeln“ was Frauen in den vergangenen Jahrzehnten geleistet haben um ihnen ein unbeschwertes Leben und eine Selbstbestimmung als Frau zu ermöglichen- dann ist das feministische „Tradwife“ durchaus ein „Rolemodel“ mit dem ich beruhigt in die Zukunft sehen kann.
Noch in den 1950 und 1960-er Jahren durfte eine Frau nicht arbeiten wenn es der Ehemann nicht erlaubte. Der Gatte bestimmte darüber, ob sie ein Konto eröffnen durfte- und über den Wohnsitz der Familie. Das sind nicht Relikte aus grauer Steinzeit, sondern ist alles gerade einmal 70 Jahre her. Nicht nur für die Frauen hat sich die Zeit zum Guten gewandelt, auch die anfänglichen Widerstände der „alten weißen Männer“ haben sich zumeist erübrigt. Ein moderner Mann muss nicht mehr „Macho“ sein, ohne gleich als „Weichei“ verunglimpft zu werden.
Das Gespräch in Straßburg mit Irmhild Boßdorf war erfrischend und inspirierend für mich.
Dennoch komme ich nicht umhin der AfD hier und der ESN oder den Patriots dort mehr Frauen zu wünschen die in dieser Partei Verantwortung übernehmen- und die sich nicht ausschließlich durch Gatten und Kinder in Position bringen können. Vielfalt in diesem Sinne bedeutet nicht „Queeres Durcheinander“, sondern mehr Frauen auf den politischen Bühnen, die wert-konservativ aber nicht rückständig, modern aber nicht wert-verloren, summa summarum „feministische Tradwives“ sind. Dies rufe ich durchaus mit einem großen Lob der Männer gerade in diesen Parteien, die es gut mit uns Frauen meinen und die gut mit uns umgehen zu. Diese Männer werden kein Problem mit Frauen haben, die „Feministinnen“ und „Tradwives“ zugleich sind. Den Frauen, insbesondere den jungen Frauen, rufe ich zu: Traut euch ran“.
Alice Weidel lebt eine "unorthodoxe" Beziehung allerdings in der Tradition einer klassischen Kleinfamilie.
Sie ist Mutter und zugleich Spitzenpolitikerin.
Und auch wenn eine herkömmliche Familie anders aussieht und die sicher von den meisten AfD-Mitgliedern auch favorisiert wird, haben Alice Weidel und ihre Familie einen festen Platz in der AfD. Weidel trägt ihre sexuelle Orientierung nicht nach außen ohne sie zu verstecken, und überzeugt durch die Qualität ihrer Arbeit. Genauso sollte das auch sein.
Bleiben Sie offen für Kombinationen die Sinn machen.
Ihre Stef Manzini
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