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Dauerthema Elektrosmog – was tun?

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Dauerthema Elektrosmog – was tun?
Der Baubiologe Udo Siegl hielt einen Vortrag zu Elektrosmog

Baubiologe Udo Siegl klärte bei einer Veranstaltung auf.
Viele Krankheitsbilder können eine Ursache in der hochfrequenten Funkstrahlung haben.
Am 21. Mai 2026 hielt Siegl einen Vortrag auf Einladung des Naturheilvereins Kempten.
Offizielle Statements sehen das Gefahrenpotenzial durch elektromagnetische Felder unverständlicherweise ausschließlich in Erwärmung des Körpergewebes.
Eine Strahlungsreduktion ist durch diverse „Handgriffe“ möglich.
Internetseite „diagnose-funk.org“ liefert wertvolle Tipps und Informationen zur Mobilfunkstrahlung.

Handys, WLAN-Router, Bluetooth-Geräte, Fernseher, Mobilfunkmasten und vieles mehr erzeugen künstliche elektromagnetische Felder. Der Mensch wird rund um die Uhr bestrahlt. Zahlreiche Individuen klagen in diesem Elektrosmog-Umfeld über Kopfschmerzen und Schlafstörungen, über Unfruchtbarkeit und Krebs. Deshalb machen sich zahlreiche Menschen Sorgen um ihre Gesundheit durch die Errungenschaft der modernen Telekommunikation.

Aufgrund des Gefahrenpotenzials durch Elektrosmog haben sich inzwischen Branchen entwickelt, die mit Gegenmaßnahmen die Gefährdungen des Elektrosmogs zwar nicht beseitigen können, aber im Stande sind, die Strahlung abzumildern. Umweltmediziner, Umweltingenieure, Strahlenbiologen und Baubiologen sind typische Berufsbezeichnungen für das neue Arbeitsfeld „Gegenmaßnahmen“.

Zu letzteren gehört Udo Siegl aus dem Raum Kempten, der ein Ingenieurbüro für Umweltanalytik betreibt und durch Vorträge immer wieder eine Erkenntniserweiterung in der Bevölkerung hinsichtlich der Gefährdung durch Elektrosmog bewirkt. Im Frühjahr 2026 war es wieder soweit: Udo Siegl, Baubiologe IBN (IBN: Institut für Baubiologie und Nachhaltigkeit) und Baubiologischer Messtechniker IBN, referierte über „Stress durch Strahlung“ und nahm dabei die gängigen Hauptverantwortlichen namens Handy, Schnurlos-Telefon, WLAN, Bluetooth und etliche mehr ins Visier.

Siegl begann seinen Vortrag mit einem Paukenschlag, indem er darauf hinwies, dass Telekom bereits
2017 davor warnte, ihre Router (Speedport) in einer Wohnung aufzustellen. Im Weiteren erläuterte
der Experte, dass bei Router, Handy und anderen Geräte die Strahlenemissionen durch Energieübertragung mit verschiedenen Frequenzen zustande kommen. Diese werden in Hertz gemessen. Ein Hertz bedeutet eine Schwingung pro Sekunde - abstrakter ausgedrückt: Hertz ist die Anzahl gleichmäßig wiederholter Vorgänge pro
Sekunde.

Diese Strahlenemissionen wirken auf den Menschen ein. Beim Funk arbeitet man mit Hochfrequenzstrahlungen: Mega- und Gigahertz. Siegl hob hervor, dass bei einem Gigahertz eine Milliarde (1.000.000.000) Schwingungen pro Sekunde auftreten. Er betonte, je höher die Frequenz, desto mehr Daten können übertragen werden, gleichzeitig steigt aber auch der Energieaufwand und die Reichweite verringert sich. Das bedeutet nach dem Baubiologen, dass mit dem Ansteigen der Frequenzen (zum Beispiel 5G) die Sendemasten kürzere Abstände zum Konsumenten benötigen wie Anlagen mit geringeren Frequenzen (zum Beispiel 2 G).

Je weiter man von einem Sendemast entfernt ist, desto geringer ist die Strahlungsintensität. Dieses Prinzip gilt laut dem Referenten auch fürs Handy. Habe ich es direkt am Ohr, ist die Strahlenbelastung höher als wenn ich mit Lautsprecherfunktion bei ausgestrecktem Arm telefoniere, führte der Messtechniker aus.
Er betonte, dass das Bundesamt für Strahlenschutz stets unverständlicherweise darauf verweist, dass bei Telefonieren nur thermische Effekte auftreten – selbst die KI orientiert sich an dieser „staatlichen“ Vorgabe.

Wie stark eine Strahlungsbelastung ansteigt, zeigte Siegl anhand von eigenen Messungen auf einem Marktplatz mit wenigen und sehr vielen Menschen (mit Handys). Er unterstrich dabei, dass sich offizielle Messungen immer an dem Mittelwert (RMS-Wert) orientieren. Baubiologen, so Siegl, interessieren Peaks, die Maximalausschäge. Eindrucksvoll stellte er Mittelwert und Peaks in einem Vergleich dar: Bei einem Boxkampf bekommt einer der Akteure z.B. einen Kieferbruch durch einzelne starke Schläge, sozusagen als Peak. Im Mittelwert - bedingt durch die zeitlichen Pausen ohne Faustschläge des Gegners - bekam er nur einen leichten Druck auf die Backe.

Die Marktplatz-Diagramme verglich er mit der Strahlung eines Babyphons mit WLAN-Funktion. Hier wurde ein regelrechter Supergau im Kinderzimmer sichtbar. Die Strahlenbelastung des Marktplatzes mit einigen Tausend Leuten war wie Kindergeburtstag gegenüber der Strahlenbelastung durch das WLAN-Babyphon.

Die Strahlung drahtloser Kommunikationsgeräte (Handy bis Sendemasten) ist gepulst. Dieser Pulsung ordnen viele Wissenschaftler gesundheitsschädliche Wirkungen zu, führte der Baubiologe aus. Er verwies auf die Tatsache, dass unter anderem die Gehirnwellen beeinflusst werden. Sie verändern im EEG (Verfahren zur Messung der elektrischen Aktivität des Gehirns über die Kopfhaut) sichtbar die Gehirnströme. Vor diesem Hintergrund wies Siegl darauf hin, dass das u.a. im Gehirn (Zirbeldrüse) gebildete Melatonin, welches neben seiner Wirkung als Antioxidans oder die Förderung der weiblichen Fruchtbarkeit, als sog. "Schlafhormon" den Tag-Nacht-Rhythmus reguliert. Durch die Mobilfunkstrahlung wird die Melatoninproduktion reduziert. Er zog Parallelen zu dieser Feststellung mit dem Hinweis auf ein Boomen des Melatoninmarktes im Nahrungsergänzungssektor. Besonders gravierend wirkt sich die Funkstrahlung auf ältere Menschen aus, so Siegl, weil mit zunehmender Lebensdauer der Melatoninspiegel von Natur aus sinkt.

Als weitere Belastung bewirkt die Funkstrahlung das Phänomen der Geldrollenbildung, konstatierte der Baubiologe. Er führte aus, bei einem Handy-Telefonat „heften“ sich die roten Blutkörperchen wie Geldstücke in einer Geldrolle aneinander bis die Strahlungsquelle ausgeschaltet wird, d.h. das Telefonat beendet wird. Als Folge kommt es zu einer Reduzierung der Fließfähigkeit des Blutes. Durch diese Reduzierung könnten unterschiedliche Gesundheitsstörungen erklärt werden.

Als erschreckendes Ergebnis einer neuen Studie ("ATHEM-3") in Bezug auf Schadfunktionen durch Strahlung sprach Siegl die mögliche Beschädigung der Chromosomen an. Der Grad der Beeinträchtigung entspricht in dieser Studie der radioaktiven Strahlendosis (Äquivalentdosis) von 7,46 Millisievert pro Jahr. Die Empfehlung der Internationalen Atomenergiebehörde besagt: Jemand aus der Allgemeinbevölkerung sollte ein Millisievert pro Jahr Strahlendosis nicht überschreiten. Die Chromosomenschädigung durch über Jahre akkumulierte, nicht-thermische Effekte aus Mobilfunkstrahlung (in der ATHEM3-Studie 7,46-fach über dem akzeptierten Wert für radioaktive Strahlung) und andere Schädigungen bis hin zu Krebs wurden in Studien offenkundig.
Es wurde deutlich, dass derzeit nur Grenzwerte für Wärmeeffekte bei der Funkstrahlung vorliegen, jedoch keine, um vor athermischen Effekten wie Chromosomenanomalien und vielen anderen Schäden geschützt zu sein, zumal, so betonte Siegl, minimale Effekte sich über die Zeit anhäufen können.

Was tun? Der Messtechniker gab effektive Vorschläge, um die nicht mehr wegzudenkende Errungenschaft „Strahlung“ im Alltag zu reduzieren. Ein Handytelefonat am Kopf könne - je nach Gerät - zu einer Strahlenbelastung von bis zu 100.000.000 Mikrowatt/Quadratmeter führen. Bei 30 Zentimeter Abstand reduzierte sich – in diesem Beispiel - die Belastung auf 1.000.000 und bei 50 Zentimeter auf 300.000 Einheiten. Bei Schnurlostelefonen nimmt die Strahlung ebenfalls mit der Entfernung zum Kopf ab. Mit der Lautsprechertaste lässt sich der Handy-Ohr-Abstand gut überbrücken. Ein WLAN-Router könne - je nach Gerät - bei 20 Zentimeter Abstand mit bis zu 200.000 Mikrowatt/Quadratmeter belasten. Bei fünf Meter sind es – in diesem Beispiel - nur noch 350 Einheiten. Am Handy selbst kann man über diverse Funktionen die Strahlung minimieren, indem man Funktionen abschaltet, die man nicht ständig oder überhaupt nicht braucht. Keinesfalls sollte man ein Handy in der Brusttasche oder Hosentasche tragen, da die gesundheitlichen Schäden massiv sein können.

Ein großes Thema stellen laut des Referenten auch Kopfhörer in Verbindung mit dem Handy dar. Sogenannte Bluetooth-Kopfhörer sind heutzutage gängig. Bei ihnen wird das Gehirn regelrecht mit Hochfrequenzstrahlung "gegrillt". Empfehlenswert sind lediglich die kabelgebundenen sogenannten Air-Tubes. WLAN sollte nur gezielt eingeschaltet werden und die Sende-Leistung ist nach Möglichkeit zu drosseln. Bei einer Fritz-Box geht die Drosselung der Sende-Leistung zum Beispiel auf sechs Prozent ohne Minderung der Übertragungsrate - nur die Distanz zum Empfangsgerät sinkt. Schnurlostelefone sind für reduzierte Strahlung einstellbar. Die Einstellung muss man aber selbst vornehmen. Für Arbeiten am Rechner, Laptop etc. geht nichts über eine Verbindung per LAN-Kabel. Solche und viele weitere Tipps gab Udo Siegl bei seinem herausragenden Vortrag, wobei er auch andere Fakten wie E-Auto, 5G, Starlink, WLAN aus der Steckdose und etliches mehr ansprach. Das Publikum war begeistert.

Um sich von neutraler Seite intensiv über den aktuellen Stand zu informieren, empfahl Siegl die Diagnose-Funk-Internetseite https://www.diagnose-funk.org/aktuelles/artikel-archiv/detail?newsid=2090

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