Kommentar
Überlingen. Das „Wild-West“ für Radler und Scooter.
Auf den Gehwegen, vorzugsweise als Paar oder in der Gruppe und meist entgegen der Fahrtrichtung. Auf der Uferpromenade von West nach Ost und selbstverständlich auch im Bereich des Landungsplatz. Im Stadtgarten. Im Badgarten. Und natürlich in der sogenannten Fußgängerzone „Münsterstraße“, zwischen den Tischen der Gastronomie.
Überall Radfahrer und Elektro-Scooterfahrer. Oft Rücksichtslos und mit einem blöden Spruch auf den Lippen wenn zurechtgewiesen.
Zum Spießrutenlauf für Fußgänger entwickelt sich der Spaziergang in Überlingen, unter den milden Augen der tatenlosen Stadtverwaltung und den dafür zuständigen Behörden und Ordnungskräften.
Gründe für die Invasion der Radler in Fußgängerbereichen liegen auf der Hand:
1) Ein unübersichtliches Radwegenetz.
2) Mangelnde Beschilderung.
3) Fehlende Kontrollen.
Tatsächlich muss man den übergriffigen Radfahrern zugute halten, das je nachdem wo sie unrechtsmäßig in die oben genannten Fußgängerbereiche einfahren, gar keine Hinweisschilder oder nur sehr kleine Hinweise angebracht sind. Diese können sehr leicht übersehen werden. Ein auf den Belag aufgebrachtes durchgestrichenes Fahrrad wäre ein deutlicher Hinweis, den man nicht übersehen kann.
Verständlicherweise ist es für das Ordnungsamt einfacher, ein „Knöllchen“ an einen PKW zu heften, der in einem ausgewiesenen Parkplatz stehend die Zeit überschritten hat, als Radfahrer zu stoppen. Dennoch kann dies keine Entschuldigung sein, denn die Sorgfaltspflicht der Stadt gilt allen Verkehrsteilnehmern, und das Ordnungsamt ist ja auch auf dem Rad unterwegs. Für Gehbehinderte oder sehbehinderte Menschen und Familien mit Kleinkindern oder Hundebesitzer sind die derzeitigen Zustände auf Überlingens Bürgersteigen und Fußgängerwegen absolut untragbar. Geschockt blieb eine ältere Dame dieser Tage im Stadtgarten stehen, als nur das Quietschen der Reifen und der aufgewirbelte Staub davon zeugten, dass ein schneller Radler nur noch gerade eben so hinter ihr zum Stillstand kam, ohne die Frau anzufahren. Es ist daher nur eine Frage der Zeit, wann der erste schwere Sturz von Fußgänger oder Radfahrerin als Unfallfolge passiert. Dann ist es aber für die Verantwortlichen zu spät, Verantwortung zu übernehmen.
Selbstverständlich senden wir diesen Artikel mit einer entsprechenden Presseanfrage an die Stadtverwaltung, und werden Sie über die Antwort in Kenntnis setzen.
Die rot-grün-linke Politik will in ganz Deutschland die Autos zugunsten der Fahrräder in den Städten zurückdrängen. In Überlingen wird seit Wochen und Monaten der Fußgänger nun von den Rad- und Scooterfahrern zurückgedrängt. Bloß wohin soll er weichen?
Viele Menschen sind Autofahrer, Radfahrer und Fußgänger zugleich Warum sie sich gegenüber den nächst niederen Verkehrsteilnehmern rüpelhaft und rücksichtslos benehmen, wie beispielsweise drei Rennradfahrer die in hoher Geschwindigkeit über die Münsterstraße rasten, ist eine menschlich Schwäche- die wohl nie ganz ausgemerzt werden kann. Das Überlinger Rathaus hat aber dafür Sorge zu tragen, das ein Stadtspaziergang oder ein Einkaufsgang nicht zur Gefahr wird. Punkt. Basta. Aus. Ende. Amen.
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