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Geburtstagswünsche für Johanna Findeisen.
Heute, am 11. September 2026 jenem denkwürdigen Datum „nine eleven“ feiert Johanna Findeisen ihren 56 Geburtstag. Da die Geburtstagsfeier in der JVA-Frankfurt stattfinden muss, wird sie wohl eher bescheiden ausfallen. Ein Skype-Telefonat mit ihrer Familie dürfte die düstere Stimmung im Knast für Johanna Findeisen an diesem Tag für einige Minuten wohl etwas aufgehellt haben. Seit drei Jahren und annähernd vier Monaten, das sind 1.208 Tage, befindet sich die Frau aus dem Bodenseekreis nun bereits in Untersuchungshaft. Der Generalstaatsanwalt wirft ihr Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung und versuchten Hochverrat vor. Der Prozess um die sogenannten „Reichsbürger“ schleppt sich bisher in der Geschwindigkeit eines Gletschers dahin.
Johanna Findeisen wird offenbar in der „Kopfgruppe“ um Heinrich XIII. Prinz Reuß dem „militärischen Arm“ der „Gruppierung“ zugeordnet. Familie, Freunde, Bekannte und politische Weggefährten der ehemaligen Landesvorsitzenden der Partei dieBasis kriegen das nur schwer bis gar nicht in Einklang mit Johanna Findeisen, die sie vor allem als Friedens-Aktivisten wahrgenommen haben. Ob sich die dreifache Mutter, und vor allem in der Jugend- und Inklusionsarbeit tätige „Corona-Maßnahme-Kritikerin“, möglicherweise verbal in Planungen zu einem bewaffneten „Putsch“ in Deutschland verstrickt haben könnte, muss die Bundesanwaltschaft nun beweisen. Fakt ist, dass einige „Mitglieder“ der sogenannten Terroristen eine militärische Ausbildung hatten. Das „neue“ Reichsbürger mit einer „neuen“ Reichsbürger-Erzählung die politische Kraft der neuen Partei dieBasis unterwandern wollten, oder unterwandert haben, um eigene Ziele zu verwirklichen, ist nicht abwegig- aber bisher unbewiesen. Inwieweit Johanna Findeisen ihre politischen Ziele, die vor allem in der Aufklärung und Hilfe von Kindern die pädosexueller Gewalt anheimgefallen sind, nur mit Hilfe dieser Gruppierung und einer gewaltsamen Handlung zu verwirklichen sah, ist bisher lediglich ein Vorwurf der Ankläger. Dies zu entkräften ist Aufgabe der Verteidiger.
Nun geht der Prozess gegen Findeisen in Bälde in die Einlassung zur Sache, meint die Verteidiger haben das Wort, und somit in eine ganz entscheidende Phase.
Die vorläufig letzte Mahnwache „Freiheit für Johanna“ fand am Freitag vor einer Woche, dem 4. September 2026, auf der Hofstatt in Überlingen statt. Es war dies die siebte Mahnwache im Zeichen der Rechtsstaatlichkeit für einen fairen Prozess und gegen Haftschikanen in der Bodenseestadt.
Stef Manzini von stattzeitung.net erklärte den rund 60 Teilnehmern der Mahnwache das vorläufige Aussetzen der Mahnwache mit den Worten, man wolle jetzt einmal innehalten, um damit Freiräume für die Verteidigung zu schaffen. Teile des dreiköpfigen Anwaltsteams von Findeisen hatten darum gebeten. Dieser Bitte wolle man entsprechen.
Derartige unterstützende Aktivitäten und das Bekenntnis zu wohl berechtigten Zweifeln an Johanna Findeisens Schuldhaftigkeit könnten zum jetzigen Zeitpunkt die Verteidigung erschweren, so zumindest die Meinung der Rechtsanwälte Mannebach und Böhme. An dieser Stelle soll nicht unerwähnt bleiben, dass der Rechtsgelehrte Prof. Dr. Martin Schwab, ebenfalls im dreiköpfigen Verteidigerteam von Findeisen, zusammen mit der Angeklagten auf einen Freispruch setzt.
Dem Verteidigerteam liegen rund 10 Terrabyte, zum Teil mit Zuhilfenahme einer KI-Ermittlung vor. Der ungeheure Umfang dieses Materials erschwert die Arbeit aller Verteidigerteams in diesem Prozess, und ist nach Auffassung von Rechtsanwalt Hans Böhme und Professor Schwab nicht statthaft, da auf Bundesebene die Zuhilfenahme einer KI zum Zwecke von Ermittlungen in dieser Form nicht erlaubt ist. Der Protest dagegen verhallte beim zuständigen Richter Bonk allerdings ergebnislos. Dies wiederum lässt darauf schließen, dass dieser ganze Prozess nicht ausschließlich unter fairen Gesichtspunkten ablaufen könnte. Entgegen der im Prozess gezeigten Sympathiebekundungen gilt Richter Bonk bei den Anwälten als Hardliner.
Es blieb nun den Teilnehmern der vorläufig letzten Mahnwache in Überlingen noch, eine Karte mit Geburtstagsgrüßen an Johanna Findeisen zu unterzeichnen. Diese Karte dürfte mittlerweile in Frankfurt angekommen sein. Bleibt zu hoffen, das sie nicht noch Tage nach dem Geburtstag liegenbleibt, und ein ähnliches Schicksal erfährt, wie der vor einigen Monaten von anderer Stelle an Findeisen gesandte Blumenstrauß, der dann gerupft und verwelkt an Johanna Findeisen ausgehändigt wurde. Der Geburtstagswunsch aller Teilnehmer der Mahnwache war absolut einhellig: „Freiheit für Johanna“.
Über weitere entscheidende Fortgänge im sogenannten Prozess um die „Rollator-Putsch-Gäng“, betreffend Johanna Findeisen, wird stattzeitung.net selbstverständlich weiter berichten.
Hingewiesen sei an dieser Stelle auf die Webseiten: free-findeisen.de und folter-nein-danke.eu
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