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Spahn scheitert an Wahlkalkül. Nicht an Moral.

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Spahn scheitert an Wahlkalkül. Nicht an Moral.
Stef Manzini

Nein, es verdient nicht „höchsten Respekt“ das Unions-Fraktionschef Jens Spahn jetzt zurückgetreten worden ist. „Höchsten Respekt“ drückte Alexander Hoffmann, Vorsitzender der CSU-Landesgruppe und jetzt Interims-Fraktionschef, gegenüber dem gescheiterten Spitzen-Politiker Spahn aus, der jetzt wegen dem „Leihmutter-Skandal“ zurückgetreten ist. Nachdem Kanzler Merz seinem Fraktionschef Spahn noch vor zwei Tagen zum „Nachwuchs“ gratuliert hatte. Das Karriereende jenes so machtbewussten Politikers, der bereits als Merz-Nachfolger gehandelt wurde, ist nicht höchst respektabel, sondern war für Spahn schlicht alternativlos.

Spahn der sich bisher aus jeder Krise siegreich herauslawiert hatte, die verpatzte Kanzler-Wahl, oder die Wahl der Verfassungsrichterin Frauke Brosius-Gersdorf vor rund einem Jahr, die „zwielichtigen“ Treffen mit Palantir-Boss Peter Thiel, auf deren "geleakten" Anmeldeformularen explizit nach sexuellen Präferenzen der Teilnehmer gefragt wurde, schließlich der dicke „FFP2-Masken-Deal“ die danach zerstört werden mussten, und die dem Steuerzahler über 5 Milliarden Euro kosteten. Diesen „Deal“ hatte Jens Spahn als Gesundheitsminister in der „Corona-Plandemie“ eingefädelt. Deswegen hätte Spahn zurücktreten müssen, aber die Regierungskoalition und die Altparteien sprachen Spahn von allen Vorwürfen frei, der zweitmächtigste Mann nach dem Kanzler behielt den Rückhalt in der Union. Den hat er jetzt verloren, nicht wegen dem Masken-Deal und auch nicht wegen seiner zuvor erworbenen Immobilien, einer Eigentumswohnung mit "Pöstchen" beim Bund des Immo-Verkäufers, oder einer Villa für vier Millionen Euro- nein, an dem „Mietbauch“ ist Spahn zerschellt.

Jener Jens Spahn, der noch 2015 gesagt hatte: „Als schwuler Mann und Christ kann ich mich nur sehr schwer mit einem gemieteten Mutterbauch anfreunden“.

Nun also doch der "gemietete Mutterbauch" zum Zwecke der Familiengründung mit Spahns Mann Daniel Funke. In Deutschland ist die Leihmutterschaft verboten, darum nahm das Paar den „Umweg“ über Kalifornien, dort ist der „Mietbauch“ erlaubt.

Auch wenn ich davon überzeugt bin das zwei Väter im Zweifel besser sind als eine schlechte Mutter, oder zwei Mütter im Zweifel besser sind als ein schlimmer Vater, kann ich den Gedanken nicht ganz aus dem Kopf kriegen, dass zu Villa, Luxusauto und Luxusuhr mit dieser Art der „Kindes-Beschaffung“ mehr ein neues Spielzeug, als ein neues Familienmitglied gekauft wurde. Auch wenn dem kleinen Spahn sicher ein Leben bevorsteht, an dem es ihm materiell an nichts fehlt, wird er nun einen Vater haben, der für seinen grenzenlosen Ehrgeiz bekannt ist, und dem der Sohn das Karriereende bescherte. Das ist unter Umständen eine sehr schwere Bürde für dieses neue Menschlein.

Jens Spahn hat sich diesmal schlicht verzockt, er hielt sich für so mächtig das er sich praktisch alles erlauben konnte.

Wie doppelzüngig und unglaubwürdig die Rolle von Friedrich Merz und seiner CDU/CSU im allgemeinen so auch in diesem Fall ist, hat der Bürger im Land schon gemerkt. Jetzt wollte der Lügen-Kanzler nicht mit der „Causa Spahn“ ins ZDF-Sommerinterview am morgigen Sonntag gehen müssen. Zu wach ist für ihn offenbar die Erinnerung an „Brosius-Gersdorf“, das war Thema im Sommerinterview 2025.

Nur zum Schein haben die „Moralisten“ der "Christlichen-Partei" in der „Leihmutter-Frage“ die Oberhand gewonnen, Jens Spahn war nicht länger haltbar, wurde zum Rücktritt gedrängt- und hat geliefert weil es für ihne keinen Ausweg mehr gab.

So sehr ich moralische und ethische Positionen zu „Leihmutterschaft“ auch nachvollziehen kann, der CDU/CSU nehme ich sie nicht ab. Was die Altparteien unter Ethik verstehen haben sie in der „Corona-Plandemie“ mit Alena Buyx, der ehemaligen Chefin des Ethikrats, unter Beweis gestellt. Genau gar nichts.

Das Jens Spahn weg ist, ist gut. Das ausgerechnet der ehemalige Gesundheitsminister der zusammen mit Nachfolger Lauterbach während der orchestrierten Corona-Pandemie über Jahre hinweg mit „Lockdown“ und „Gen-Spritze“ so viel Leid über die Menschen gebracht hat, und immer noch bringt, nun an einer unappetitlichen Affäre scheitert, und nicht in Handschellen für den Maskendeal abgeführt wird, ist wie so vieles für mich ein Zeugnis der Doppelmoral, die dieses Land seit Jahren schwer erträglich macht.

Ehrfurcht vor der Schöpfung, Respekt für die natürliche Mutter-Kind-Bindung, Moral oder nennen wir es einfach Anstand hat bei dieser Unions-Entscheidung keine Rolle gespielt. Vielmehr das Kalkül noch mehr Wähler zu verlieren, vor den anstehenden Wahlen im Osten.
Hier soll nun ein Zeichen gesetzt werden das lautet: „Niemand kann sich alles erlauben“.
Eine Schwalbe macht aber noch keinen Sommer. Wie man an dem vorangegangenen „Masken-Deal“, und an Merz nun wiederum zweifelhaften Verhalten sehen kann, können sich bestimmte Politiker immer noch viel zu viel erlauben. Daran besteht kein Zweifel.

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