Kommentar
"Ossis" sind dumm!
Die AfD steht in Sachsen-Anhalt bei rund 42 Prozent, auch in Meck-Pomm und Brandenburg stehen die Zeichen für Blau schnurgerade nach oben. Die Alt-Parteien befinden sich dagegen im fulminanten Sinkflug. Was das bedeutet erklären uns seit Monaten alle Experten des Mainstreams:
Ossis sind dumm!
Ob es der Soziologe Steffen Mau, um nur einen zu nennen, heute im Deutschlandfunk verkündet, oder ob es aus dem Mund von Kartell-Politikern, „Experten“ aller Couleur, syrischen Ärzten, systemtreuen Unternehmern, Kulturschaffenden etc. pp. oder allgegenwärtigen Mainstream-Journalisten in omnipräsenten Fernsehsendungen trieft:
Ossis sind dumm!
Am deutlichsten formuliert es wohl Reinhard Bingener, FAZ-Politik-Chef, in seinem am 22. August erschienenen Artikel „Viele Westdeutsche haben mittlerweile die Nase voll“. Bingener, verantwortlicher Redakteur der FAZ für die anstehenden Ostwahlen, wird deutlich: Ablehnung, Auflehnung und Neid gegen die Wessis kennzeichneten das „Ossi-Bewusstsein“.
Den „Simpson-Kult“ hält der Mainstream-Journalist für fatal. Bingener meint damit wohl in erster Linie die „Sternfahrt“ auf diesen DDR-Motorrädern mit Ulrich Siegmund, dem AfD-Spitzenkandidaten in Sachsen-Anhalt. Siegmunds Ruf waren viele hunderte Fans der „Simpson“, und auch Siegmunds gefolgt.
Der preisgekrönte FAZ-Journalist Bingener schreibt in seinem Artikel, viele westdeutsche haben mittlerweile die Nase voll angesichts der ständigen Klagen aus dem Osten- und auch angesichts der Kosten. Reinhard Bingener suggeriert unterschwellig genau folgendes:
Wenn ihr Ossis nicht anständig wählt drehen wir euch den Geldhahn zu.
Dies will auch Anne Hähnig, Ressortleiterin-Politik der ZEIT in Bingeners Artikel ventiliert sehen. Der FAZ-Autor bestreitet dies. Durchaus kann man aber seine Ausführungen genauso verstehen. Wenn der Ossi nicht spurt muss man ihm das Geld wegnehmen. „Spurt“ steht in diesem Fall für eine Wahlentscheidung gegen die AfD. Eine „Lega-West“ können wir uns nicht leisten kontert Steffen Mau. Also lieber keine Ost-West-Gräben jetzt aufmachen. Ulrich Siegmund freut sich über die große Zahl der Teilnehmer seiner „Simpson-Ausfahrt“, aus Ost und west, wie er lachend von der Bühne ruft. Noch Fragen, warum der Mann mitreißt?
Kehren wir zurück zum motzenden FAZ-Journalisten. Bingener erfährt aktuell große Aufmerksamkeit für seinen „Vorstoß“ Marke „das muss man doch mal sagen dürfen“.
Von glühendem Zuspruch für das Plädoyer zur Erziehung der Ostwähler bis hin zu beißender Ablehnung für das in Teilen harsche Schreibstück, in dem Bingener selbst als Heulsuse-West daherkommt was er ja den „Ossis“ generell unterschiebt, ist das Spektrum der Reaktionen auf den betreffenden Artikel. Wie ein Befreiungsschlag kommt der Text des Journalisten und Protestanten mit abgeschlossenem Theologie-Studium daher. Die „Wessis“ haben eigene Sorgen, und erinnern sich daran, wie gut die alte Bundesrepublik funktioniert hat, attestiert Bingener. Und ja, teilweise ist das bestimmt auch so, dass kommt ganz auf die Sichtweise an. Das der FAZ-Mann jedoch ausgerechnet jetzt vor den Landtagswahlen im Osten seine Anwaltschaft für den geplagten „Westdeutschen“, und seine „Umerziehungs-Maßnahmen“ für den „Ossi“ entdeckt stinkt jedoch schon dermaßen zum Himmel. Der Journalist Bingener will in seinem Text gar eine Abgrenzungsmentalität der „Ossis“ zum Westen erkennen. Bingener könnte damit recht haben. 43 Prozent der Wähler in Sachsen-Anhalt schneiden jetzt die alten Strümpfe ab, die Deutschland mit komplett falscher Politik in den Ruin- und massenhaft illegale Migranten ins Land getrieben haben.
Ossis sind dumm!
Am besten sollte man also einen Zaun um Sachsen-Anhalt ziehen, oder doch gleich eine Mauer, aber dann eine aus Glas damit die da drüben sehen wie wir uns hier freuen? Wer im Glashaus sitzt sollte nicht mit steinen werfen.
Anne Hähnig, die in Freiberg geborene ZEIT-Journalistin, übersetzt den Widerstand gegen das Polit-Establishment ihrer „Ost-Landsleute“ schlicht so: „Die Ossis haben jetzt die Machtstrukturen des Westens verstanden“.
Genug der Worte von für oder gegen irgendwelcher Mainstream-Journalisten und Mainstream-Soziologen. Was wollen die uns demnächst weis machen? Etwas vom „Ossi-Virus“ ist spätestens seit „Pegida“ oder „Corona“ auch in den Westen gesickert? Oder die AfD-Wähler im ehemaligen Westdeutschland sind alles geflüchtete „Ossis“?
Was auch immer Reinhard Bingener lehrt, Hähnig erkennt oder Mau erklärt:
Fest steht die „Ossis“ sind nicht nur nicht dumm, sie sind auch unbeeindruckt und unbeirrbar- und sie sind mutig. Der „Wessi“ kann sich vom Schneid der buckligen Verwandtschaft wahrlich eine Scheibe abschneiden.
Ohne die ehemalige DDR zu verklären, denn Stasi ist schlimm und Sozialismus ist gescheitert,
kann man den Menschen in den neuen Bundesländern eines nicht aberkennen: Sie waren die ersten die Angela Merkel und ihre Absichten entlarvten. Die Resultate der Merkel-Politik garniert mit grün-wokem Wahnsinn sind genau das, was uns in einem gemeinsamen Deutschland das Leben schwer machen. Während die „Wessis“ nur mit größter Mühe alte Glaubensgrundsätze verlassen, sind die „Ossis“ schon auf neuen Pfaden unterwegs!
Chapeau! Liebe „Ossis“, und jetzt genug vom Ost-West-Geschwafel, denn wir „Wessis“ sind auch gar nicht übel- und lernfähig. Wir sind nicht nur das Volk, wir sind längst ein Volk!
„Abheben kann man nur im Gegenwind“, sagt Reinhold Messner- und der muss es ja wissen!
Ich füge dem hinzu: Je stärker der Gegenwind......
Herzlichst, Ihre Stef Manzini
Zurück zu allen ArtikelnHat Ihnen dieser Artikel gefallen?
stattZEITUNG.net ist leserfinanziert. Ohne Ihre Unterstützung gibt es diese Arbeit nicht.
Jetzt unterstützenWeitere Artikel
Alle Artikel
Kommentar
Artikel
„Unterhalb des Strafbaren“: ein links-grüner Angriff auf die Demokratie.
Artikel
Waldbrände werden zum Höllenfeuer wegen falscher Politik.
Artikel
Kommentare
Möchtest du mitdiskutieren? Erstelle ein kostenloses Konto oder melde dich an.