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Gerne in die Schuhe geschoben.
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Neue Nahrungsmittel können für die Investoren hohen Profit abwerfen.
Zu solchen Neuerungen muss der Konsument mit Propaganda hingeführt werden.
Kunst- oder Laborfleisch ist eine solche Neuerung.
Kunstfleisch ist in der EU noch verboten, nicht aber in wenigen anderen Ländern.
Die Kunstfleischherstellung wirft fundamentale Fragen in gesundheitlicher Hinsicht auf.
Den klassischen Beef-Burger kennt jeder. Er besteht hauptschlich aus Rindfleisch. Aus der vegetarischen Küche kam die Alternative des Plant-Burgers. Er wird auch Veggie-Burger genannt. Er basiert auf Pflanzenproteinen. Bill Gates hat in diesem neuen Marktsegment finanziell stark mitgemischt. Jedoch läuft das Geschäft nicht so richtig gut. Das Großunternehmen Beyond Meat kämpft mit sinkenden Umsätzen und hohen Verlusten. Ihm droht die Insolvenz.
Richtiges Fleisch statt Plant-Burger scheint ein Zeichen der Zeit zu sein. Deshalb bedurfte es eines weiteren Angriffs auf Fleisch. Auf zukünftiges Labor- oder Kunstfleisch wird der Fleischkonsument seit geraumer Zeit eingestimmt. Wieder mit von der Partie ist Bill Gates, der in diesen neuen Markt kräftig investiert hat und sich hohe Gewinne verspricht. Egal ob Corona-Impfmittel, Plant-Burger oder Kunstfleisch, immer wenn Bill Gates und Co von einer entsprechenden Marktbranche profitieren wollen, wird die Propagandatrommel gerührt. Wer Gewinn erzielen will, braucht das Fußvolk, das mitmacht, damit er Profit für die Multis sichergestellt werden kann.
Kunstfleisch wird in großen Bioreaktoren gezüchtet. In den Reaktor kommen tierische Zellen, die darin wachsen und sich differenzieren. Die Zellen können von verschiedenen Tierarten stammen. Zurzeit liegt der Schwerpunkt auf Labor-Rindfleisch und künstlichem Geflügelfleisch. Damit die Zellen wachsen können, benötigen sie verschiedene Komponenten. Man spricht in diesem Zusammenhang von einem Basis-Nährmedium und Basis-Ergänzungen. Dazu können weitere Komponenten kommen wie Strukturgeber oder prozessspezifische Stoffe.
Das Basis-Nährmedium besteht vorwiegend aus Aminosäuren (Eiweißbausteine), Mineralsalzen, Vitaminen und Puffersystemen. Zu den Basis-Ergänzungen gehören Wachstumsfaktoren, Hormone, Trägerproteine, Fette, Spurenelemente und weitere Zusätze. Früher wurde fötales Rinderserum zugesetzt, heute setzt man auf serumfreie Alternativen. Diese werden häufig mit Bakterien künstlich produziert. Sie können aber auch aus einem Mehlwurm-Hydrolysat (kleine Mehlwurmbestandteile) oder aus pflanzlichen Eiweißen hergestellt werden. Inzwischen sind sogar rein künstliche chemische Alternativen bekannt. Als Strukturgeber verwendet man unter anderem Zellulose (Hauptbestandteil pflanzlicher Zellwände), Gelatine oder künstlich hergestellte Produkte wie Hydrogele (stark wasserbindende, strukturstabile Stoffe). Hinzu kommen Signalmoleküle, welche die Differenzierung des Kunstfleisches hervorrufen. Signalmoleküle werden häufig mittels Bakterien hergestellt. Zu prozessspezifischen Stoffen gehört beispielsweise Gas, das in den Bioreaktor eingeleitet wird. Zu guter Letzt braucht es natürlich auch Wasser, das die Lebensgrundlage von allem stellt.
Wenn die Zellmasse im Bioreaktor fertig ist, im Fachjargon spricht man von Ernte, möchte sie keiner essen. Deshalb setzt man verschiedene Stoffe zu, die aus der Zellmasse ein ansprechendes und geschmackliches Endprodukt machen sollen. Je nach Wunsch entstehen Steaks, Burger-Patties, Nuggets oder Wurst.
Zum Einsatz kommen Texturgeber wie Carrageen (Verdickungsmittel, die bei Tierversuchen Krebs verursachten), Saftigkeitsgeber wie kultiviertes tierisches Fett (aus mitgezüchteten fettspeichernden Zellen), Geschmacksgeber wie naturidentische Aromen (ohne sie wäre der Fleischgeschmack eine regelrechte Enttäuschung), Aussehensgeber für eine optische Fleischähnlichkeit wie Rote-Beete-Saft und Haltbarkeitsgeber wie Vitamin C. Weil der Geschmack trotzdem nicht so ist, wie man es sich wünscht, werden häufig hybride Produkte erzeugt. Das ist ein Kunstfleisch-Pflanzengemisch, sprich bis maximal 30 Prozent Kunstfleisch wird mit pflanzlichen Produkten gemischt, was den Geschmack und die Struktur angeblich stark verbessert.
Um Kunst-Rindfleisch herzustellen, braucht es je nach gewünschtem Produkt drei bis sechs Wochen –Hackfleisch geht schnell, ein Steak braucht länger. Ein Rind dagegen ist erst mit 18 bis 36 Monaten schlachtreif. Hähnchen-Kunstfleisch dauert zwei bis vier Wochen. Abhängig von der Mastart werden Hähnchen nach 28 bis 42 Tagen geschlachtet. Der zeitliche Vorteil liegt klar auf Seiten des Kunstfleisches. Allerdings wird gerade in der Gourmetküche Slow-Food besonders geschätzt, weil es in Geschmack und Textur unübertroffen ist. Die breite Masse bewegt sich jedoch außerhalb der Gourmetküche.
Anders sieht es beim Energieverbrauch aus. Kunstfleisch braucht bis zu zehn Mal mehr Energie als traditionell erzeugtes Fleisch. Schräg ist die Situation auch bei den Kosten. Trotz erheblicher Preisunterschiede kann man bei einem Kilogramm Rindfleisch (Schlachtgewicht als Erzeugerpreis) zwischen 5 und 7 Euro rechnen. Ein Kilogramm Kunst-Rindfleisch liegt bei 10 bis 30 Euro. Die Kunstfleisch-Branche geht davon aus, dass die Preise mit der Zeit sinken werden.
Ein Artikel zu Kunstfleisch aus dem Jahr 2023 lautete: „Unsterbliche Zellen: Laborfleisch ist potenziell krebserregend“, wobei „unsterbliche Zellen“ in Anführungszeichen gesetzt wurden. „Guten Appetit: Bill Gates will, das wir Tumore essen“ war ein Artikel aus dem Jahr 2024, wobei auch da die Anführungszeichen für „will, dass wir Tumore essen“ gesetzt wurden. Diese und andere Artikel deuten darauf hin, dass bei Kunst- oder Laborfleisch ein Krebsrisiko vorliegen könnte.
Kunstfleisch wird nicht aus Krebszellen hergestellt, wie man anhand medialer Darstellungen vorschnell annehmen könnte. Vielmehr werden per Gewebeprobe Muskel- oder Stammzellen einem lebenden Tier entnommen, um diese anschließend unsterblich zu machen. Normale Zellen sterben nach einer bestimmten Anzahl an Teilungen. Mit ihnen kann man kein Kunstfleisch herstellen. Unsterblich gemachte Zellen teilen sich dagegen unbegrenzt, genauso wie Krebszellen. Mit diesen unsterblichen Zelllinien wird in den Bioreaktoren das Kunstfleisch entwickelt, denn für Laborfleisch braucht man „unzählig“ viele Teilungen. Hierfür gibt es unterschiedliche biogenetische Ansätze. Unter anderem werden genetische Krebsschalter für eine unbegrenzte Zellteilung eingeschaltet und vor der Ernte ausgeschaltet. Es wird betont, dass von diesem künstlichen Fleisch für Menschen keine Gefahr ausgehen würde.
Langzeitstudien fehlen allerdings. Auch bei der Corona-Impfung fehlten Langzeitstudien beziehungsweise generell Studien. Das führte zu verheerenden Konsequenzen. Bei der Kunstfleischproduktion ist nicht auszuschließen, dass bei einem kleinen Anteil der „Krebs-Schalter“ nicht richtig ausgeschaltet wird, zum Beispiel aufgrund von Mutationen. Menschen werden dann zum Versuchsobjekt degradiert. Zukunftsträchtig wird der Weg angesehen, mit Zelllinien zu arbeiten, die spontan unsterblich wurden, wodurch die theoretische Krebsgefahr ausgeschlossen werden soll. Auch hier fehlen Langzeitstudien. Ein Restrisiko bleibt.
Wer Lust auf einen „undefinierbaren Fleischklumpen“ hat, der erst durch massive Nachbesserungen konsumierbar gemacht wird, dem sei guten Appetit gewünscht. Gut ist, dass Kunstfleisch und Produkte mit Kunstfleisch gekennzeichnet werden müssen, damit der Konsument selbst entscheiden kann, ob er zugreift oder die Ware liegen lässt. In der EU ist Kunstfleisch zurzeit noch verboten, es wird aber mit einer Zulassung 2027 oder später gerechnet. In San Sebastian (Spanien) ist eine Pilot-Kunstfleischfabrik für 41 Millionen US-Dollar erstellt worden.
Zugelassen ist Kunstfleisch in Singapur, den USA, Israel, Australien und Neuseeland – bis auf Israel handelt es sich um Hühnchen-Kunstfleisch. Großbritannien darf als einziges europäisches Land Kunstfleisch für Haustiere vertreiben. In den USA haben verschiedene Bundesstaaten ein Kunstfleischverbot ausgesprochen. Der Gouverneur von Florida unterzeichnete das Verbot im Mai 2024. Er beschrieb das Verbotsgesetz als eine Möglichkeit, „sich gegen den Plan der globalen Elite zu wehren, die Welt zu zwingen, Fleisch zu essen, das in der Petrischale gezüchtet wurde oder Käfer, um ihre autoritären Ziele zu erreichen.“ Daraufhin hat Bill Gates, der mit hohen Finanzmitteln in der Forcierung des Kunstfleisches steckt, den Staat Florida verklagt. Inzwischen haben drei gerichtliche Instanzen das Verbot 2024, 2025 und 2026 bestätigt, aber der Prozess läuft weiter.
In der EU haben Italien und Ungarn noch vor einer eventuellen Entscheidung zur Zulassung von Kunstfleisch ein Verbot ausgesprochen. Als Gründe werden Kulturschutz und Schutz der heimischen Landwirtschaft genannt. Weitere EU-Länder sehen die Zulassung kritisch, Deutschland nicht.
Eine Kunstfleischproduktion wäre ein Angriff auf das Bauerntum in Deutschland und in der Welt. Generell stehen die Bauern in einem ständigen Überlebenskampf aufgrund politischer Vorgaben. Geben die Bauern auf, übernehmen Konzerne die Landwirtschaft und Nahrungsmittelproduktion. Sie sind dann in der Lage, die Nahrungsmittelsituation zu lenken. Deshalb liegen Italien und Ungarn sicherlich richtig mit ihrem vorbeugenden Verbot, denn nichts ist in der Nahrungsproduktion wichtiger als eine Vielzahl regional agierender Bauern. Das Volk braucht keine Konzernvorgaben zu Insektenfraß und Kunstfleisch – beide mit nicht abschätzbarem Risikopotenzial für die menschliche Gesundheit. Wenn der Konsument zukünftiges Kunstfleisch im Kühlregal verweigert, erledigt sich das Thema „Kunst- beziehungsweise Laborfleisch“ von alleine.
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