Kommentar
Ist Johanna Findeisen eine Politikerin? Frage an Leland Lehrman.
Zum Besuch des US-Amerikaners und Menschenrechtsaktivisten Leland Lehrman bei Johanna Findeisen in der JVA-Frankfurt und zur Frage, ob die Frau, die seit dreieinhalb Jahren in Untersuchungshaft sitzt, für ihn eine Politikerin ist.
Leland Lehrman war gerade bei Johanna Findeisen in der JVA-Frankfurt. Der Termin mit dem bekannten Menschenrechtler und „MAHA-Aktivisten“ aus dem Umfeld von US-Gesundheitsminister Robert F. Kennedy Jr. war lange eingefädelt ‒ und doch letztlich ganz knapp auf die Zielgerade gelaufen. Ein Gastbeitrag mit einem Interview mit Leland Lehrman von Mascha Orel, sie hatte Lehrman zusammen mit der Mutärztin Dr. med. Monika Jiang ins Gefängnis begleitet, erschien in stattZEITUNG.net am Montag, dem 19. Oktober. https://stattzeitung.net/artikel/fall-johanna-findeisen-ein-lang-erwarteter-und-hart-erkaempfter-besuch
Das Interview mit Lehrman ist unbedingt wichtig, der Menschenrechts-Aktivist lässt tiefe Einblicke in die fragwürdigen Verfahrensmethoden des Rechtsstaats und der Persönlichkeit der inhaftierten Johanna Findeisen zu. Die Journalistin Mascha Orel von „We are free Humanity“ hat sich über alle Maßen an diesem Treffen in Frankfurt verdient gemacht. Ihr gebührt großer Dank, ebenfalls Dr. med. Monika Jiang, die als Dolmetscherin geholfen hat.
Bereits im Mai dieses Jahres veröffentlichte stattZEITUNG.net ein Interview mit Mary Holland, der Vorsitzenden von Children Health Defence, die Johanna Findeisen im Zusammenhang mit einem Videobeitrag für Vera Sharav kennengelernt hatte. Mary Holland zeigte sich tief schockiert über den „Fall-Findeisen“, sie hatte die Frau aus dem Bodenseekreis als warmherzige Friedensaktivistin kennengelernt. In diesem Gespräch im Mai äußerte Stef Manzini die Bitte um einen US-amerikanischen Prozessbeobachter.
Nun erklärt auch Leland Lehrman, dass er selten eine friedlichere und herzlichere Person kennengelernt habe ‒ er spricht von Findeisen als eine Art guter Fee. Diese gute Frau verstünde überhaupt nicht, was man ihr alles zum Vorwurf mache, so Lehrman. Dies sei auch der Grund dafür, dass die wegen Hochverrat und Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung seit fast dreieinhalb Jahren in Untersuchungshaft sitzende Mutter von drei Kindern, in Absprache mit ihrem Anwaltsteam, sich bisher nicht zur Sache geäußert hat.
Leland Lehrman möchte sich in seiner Heimat für Prozessbeobachter einsetzen ‒ eine erste Verbindung schaffen. Diese Prozessbeobachter könnten dann über einen definierten Zeitraum von rund etwa zwei Monaten im Gerichtssaal anwesend sein. Denn auch in den USA, ganz besonders in Regierungskreisen, ist man sensibilisiert und beobachtet ganz genau derartig abstruse Vorgänge wie diesen bizarren Prozess. Im Gespräch äußert Lehrman gegenüber stattZEITUNG.net tiefe Besorgnis um die angebliche Demokratie in Deutschland und berichtet von seiner Sicht auf Vorgänge in den Vereinigten Staaten, wie beispielsweise um den Sturm auf das Capitol. Die seiner Meinung nach zu Unrecht Verurteilten, sie waren vier Jahre inhaftiert, wurden von Präsident Trump sofort freigelassen. In einem weiteren Artikel werden wir über die Ansicht des Aktivisten aus dem engen Umfeld von Kennedy noch gesondert berichten. Hier soll es zunächst um Johanna Findeisen gehen.
Ein Regierungswechsel in Deutschland hin zur AfD erachtet Leland Lehrman jedoch als eine mögliche Perspektive, auch für Johanna Findeisen und ihre Mitgefangenen.
Medial sollte der „Fall Findeisen“ eine wesentlich größere Rolle spielen, so der Menschenrechtler im Gespräch, er denke dabei sogar an Nelson Mandela. Aktuell ist ein Interview von Roland Tichy (Tichys Einblick) mit Heinrich XIII. Prinz Reuß viral gegangen. Dieses Gespräch lässt einen in einer gewissen Konfusion zurück, denn auch der Prinz scheint nicht zu wissen, warum er seit fast vier Jahren im Gefängnis sitzen muss.
In diesem ganzen Prozess um die sogenannten „Reichsbürger“ geht alles drunter und drüber. Dichtung und Wahrheit, QAnon-Sprech, Spinnerei und echtes Anliegen, die Welt zu verbessern, eine Erdallianz, was auch immer das sein soll, „pädosexuelle“ Gewalt gegen Kinder und so weiter und so fort. Welche Rolle dabei Johanna Findeisen vom Generalstaatsanwalt zugedacht ist, ist bisher kaum erkennbar. Dennoch hält man die ehemalige Rettungssanitäterin wie ihre Mitgefangenen weiter in Haft, in einem sich schier endlos dahinziehenden Prozedere, das in großen Teilen anmutet wie absurdes Theater ‒ und kaum mehr rechtsstaatlich genannt werden dürfte. Hier soll offensichtlich hart bestraft werden. Bloß was? Echte Gefahr oder vielmehr eine Fantasie und ein vom Kläger selbst erdachtes Szenario?
Der Amerikaner Leland Lehrman zeigt sich äußerst befremdet über den gesamten Verlauf, und erhebt schwere Vorwürfe bezüglich der Rechtsstaatlichkeit in Deutschland. Im inhaltlich starken Interview ist Lehrman deutlich und spricht über seine Eindrücke über den gerade stattgefundenen Besuch bei der Angeklagten.
In diesem Gespräch mit Mascha Orel von „trust in humanity“ sagt Leland Lehrman, der sich auch bereits in den Prozess um Reiner Füllmich eingebracht hat, Johanna Findeisen sei für ihn absolut keine Politikerin.
Johanna Findeisen war zum Zeitpunkt ihrer Verhaftung die Landesvorsitzende für Baden-Württemberg der Partei „die Basis“. Sie hat sich vielfach auf öffentlichen Bühnen für ein Ende der „Corona-Maßnahmen-Politik“ und gegen die „Corona-Schutzimpfung“ ausgesprochen.
Findeisen sah ihre Zukunft offenbar in der Politik und wollte sich gerade im Bereich Kinder- und Jugendarbeit sowie Soziales einbringen. Der sogenannte Rechtsstaat sah in dieser Kritik vermutlich Handlungsbedarf. So sieht das nämlich genau aus.
Der gesamte Prozess hat für sehr viele Beobachter eine rein politische Motivlage, und die Inhaftierte kann daher mit Fug und Recht eine politische Gefangene genannt werden.
Am Sonntag, dem 18. Oktober 2026, traf Stef Manzini Leland Lehrman und stellte ihm, basierend auf dem Interview mit Mascha Orel, eine einzige Frage: Warum ist Johanna Findeisen für ihn keine Politikerin?
Hier die Antwort des erfahrenen Prozessbeobachters und Menschenrechtlers:
Johanna Findeisen ist für Leland Lehrman in erster Linie eine gute Frau, die sich ihrem Herzen folgend für Menschenrechte einsetzt. Ganz besonders tut sie das für Kinder und Jugendliche, die ein schweres Schicksal haben. Johanna Findeisen war zutiefst betroffen von den Schilderungen strukturierter pädosexueller Gewalt gegen Kinder, die ihr zugetragen wurden.
Die Frau, die bereits nach dem Flugzeugabsturz bei Überlingen als Rettungssanitäterin im Einsatz war und sofort ins Ahrtal eilte, als dort die große Flut wütete, wollte schlicht helfen. Dies ist ein Akt der Mitmenschlichkeit und unterscheidet Johanna Findeisen vom Kalkül vieler Politiker, das nur auf Taktik, auf Machterhalt und vor allem von finanziellen Gründen gesteuert ist. So will der Menschenrechts-Aktivist aus den USA seine Aussage verstanden haben. Politisch habe sich Findeisen wohl in allererster Linie engagiert, um im wahrsten Wortsinne die Welt zu verbessern. Ein christlicher Ansatz, der nicht bestraft werden dürfe, so Leland Lehrman.
„Wenn man sich vergegenwärtigt, dass die beiden profitabelsten Geschäfte Krieg und Krankheit sind, ist es leicht zu verstehen, was vor sich geht“ ‒ Robert F. Kennedy Jr. der amtierende Gesundheitsminister der Vereinigten Staaten von Amerika.
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