Artikel
Fall Johanna Findeisen: Ein lang erwarteter und hart erkämpfter Besuch.
Gastbeitrag von Mascha Orel.
Leland Lehrman ist erneut in Deutschland zu Besuch, seinem Vorhaben treu, die politisch Verfolgten zu unterstützen. Am 15. Oktober hat er fast eine Stunde mit Johanna Findeisen gesprochen. Auf die Frage hin, was ihm spontan zu Johanna einfalle, sagte er „Sanft, durch und durch gut“.
Johanna Findeisen ist seit Mai 2023 in Untersuchungshaft im Frankfurter Frauengefängnis.
Ihr wird Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung sowie die Vorbereitung eines hochverräterischen Unternehmens (Staatsstreich) vorgeworfen.
Sie soll zum inneren Kreis der Gruppe um Heinrich XIII. Prinz Reuß gehören und nach einem geplanten Umsturz eine zentrale Regierungsrolle (u. a. Ressort „Soziales“) übernehmen wollen.
Ihr wird vorgeworfen, an Sitzungen teilgenommen, Spenden eingesammelt und einem Gruppierungsführer 150.000 Euro in bar übergeben zu haben, um Waffen, Fahrzeuge und Nachtsichtgeräte zu kaufen.
Johanna Findeisen soll eine Verschwiegenheitserklärung unterzeichnet (mit Androhung der Todesstrafe bei Verstoß) und Kontakt zum russischen Generalkonsulat in Frankfurt aufgenommen haben.
Ermittler sollen Dokumente zu „Aufgaben der Heimat-Schutz-Kompanie“ gefunden haben; das Codewort „Abholzen“ stand für Personenbeseitigung; die Planung sah eine bewaffnete Erstürmung des Bundestags vor.
Kein weiterer Kommentar.
Wie Prinz Reuß in seinem Interview mit Tichys Einblick sagte: „Beweise wären hilfreich“. Es gibt keine Beweise für die Vorwürfe gegen Johanna. Auch mehrere Terabyte von Überwachungsdaten geben offensichtlich keine her. In Zahlen ist von
• 2.400 Speichermedien an allen Verhandlungsstandorten (Stuttgart, Frankfurt und München),
• 801 Aktenordner oder ca. 300.000 Blatt (die SZ nennt sogar 850 Ordner und 450.000 Blatt) allein in Frankfurt,
• 100 Umzugskartons mit Beweismitteln und
• 260 Zeugen
die Rede. Unter Einsatz von Palantir-Analyseplattform HessenDATA.
Und doch sitzt Johanna in der Untersuchungshaft, was bedeutet, dass sie nicht verurteilt wurde. Stand heute, den 17.10.2026 – seit 1.244 Tage!
Es geschieht ein schreckliches Unrecht. Das normale Gerechtigkeitsbedürfnis fordert Hilfe, sucht nach Lösungen.
„Es gibt kein Verbrechen, keinen Kniff, keinen Trick, keinen Schwindel, kein Laster, das nicht von Geheimhaltung lebt. Bringt diese Heimlichkeiten ans Tageslicht, beschreibt sie, macht sie vor aller Augen lächerlich. Und früher oder später wird die öffentliche Meinung sie hinwegfegen. Bekannt machen allein genügt vielleicht nicht – aber es ist das einzige Mittel, ohne das alle anderen versagen."
Joseph Pulitzer
Zugegeben gehörte Pulitzer zu den Journalisten, die sich für den heutigen Mainstream schämen würden. Und so ist es an den Menschen, die erkannt haben, dass Freiheit Verantwortung bedeutet, die Gerechtigkeit wiederherzustellen, für Johannas Freiheit und für die der anderen zu kämpfen, die durch die der Exekutive hörige Justiz zum Schweigen gebracht werden müssen.
Udo Leibmann (United for Freedom), Mascha Orel (We for Humanity) und RA Dr. Andreas Grimm haben einen Besuch für Leland Lehrman ermöglicht, um Johannas Fall auch in Übersee bekannt zu machen. Stef Manzini (Stattzeitung) hat den Fall von Johanna von Anfang an verfolgt, darüber berichtet und wertvolle Erkenntnisse zur Verfügung gestellt, auch dem Verteidigerteam.
Es war ein Marathon. Um einen vermeintlichen Terroristen zu besuchen, bedarf es einer richterlichen Genehmigung, der Mitarbeit von Landeskriminalamt, der Koordinierung mit der Justizvollzugsanstalt (JVA). Bereits im Mai dieses Jahres hat Leland versucht Johanna zu besuchen und war gescheitert. Die angestrebte Genehmigung, die es gestattet, Johanna zu besuchen, ohne dass die Besuchszeit von ihrem monatlichen Besuchszeitkontingent abgezogen wird, wurde nicht erteilt. Nur zwei Stunden pro Monat stehen Johanna zur Verfügung, um mit ihren Lieben zu sprechen.
Leland kam erneut für eine Woche nach Deutschland. Nur ein Tag kam für den Gefängnisbesuch infrage – der 15. Oktober 2026. Die im August erteilte Genehmigung blieb wortgleich: Nur auf Kosten des Zeitkontingents.
Johanna, die zuvor bereit war, ihre Zeit mit der Familie für ein Gespräch mit Leland zu opfern, erkannte, dass sie das nicht verkraften kann, und teilte am 12. Oktober mit, dass sie auf das Gespräch mit Leland verzichten muss.
Es folgten weitere Appelle an den zuständigen Richter, mehr nach dem Motto „Besser tun und bereuen, als bereuen, nicht versucht zu haben“. Ein gutes Motto. Am 14. Oktober teilte das Hessische Landeskriminalamt (LKA) mit, dass der Termin am 15. Oktober um 11:00 Uhr stattfinden kann. Die neue richterliche Genehmigung beinhaltet den lang erkämpften Satz: Besuchskontingent bleibt unberührt. Allerdings war die Genehmigung irgendwo auf dem Postweg, während ein Original vorausgesetzt ist. Am 15. um 10:45 Uhr teilte die Bedienstete an der Pforte der massiven, furchteinflößenden Konstruktion, dass das Original eingetroffen sei.
Ein Dank gilt dem Hessischen LKA: Man behandelte die Anfragen mit Professionalität und Freundlichkeit.
„Das ist die Frau, die du deine Kinder beschützen lassen würdest, wenn sie in Schwierigkeiten wären“, sagte Leland Lehrman nach dem Besuch bei Johanna. Hier geht es zum Gespräch.https://rumble.com/v7gzlco-fall-von-johanna-findeisen-leland-lehrman-besucht-johanna-im-gefngnis.html
Solidarität mit Johanna Findeisen:
https://free-findeisen.de und https://www.folter-nein-danke.eu/
Hat Ihnen dieser Artikel gefallen?
stattZEITUNG.net ist leserfinanziert. Ohne Ihre Unterstützung gibt es diese Arbeit nicht.
Jetzt unterstützenWeitere Artikel
Alle Artikel
Artikel
Artikel
"Rechts" will die Unterwanderung durch den Islam in der EU stärker kontrollieren. "Linke Parteien" und CDU sind dagegen.
Interview
Die psychologische Kriegsführung der Tagesschau. Interview mit Dr. Jonas Tögel.
Artikel
Kommentare
Möchtest du mitdiskutieren? Erstelle ein kostenloses Konto oder melde dich an.