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Alea iacta est. Die AfD hat haushoch gewonnen.

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Alea iacta est. Die AfD hat haushoch gewonnen.

Sachsen-Anhalt hat gewählt. Die AfD ist gigantischer Wahlsieger. AfD verdoppelt. CDU halbiert. Historisch, sagte Alice Weidel dazu. Die CDU ist hiermit abgrundtiefer Wahlverlierer. Werden nun diejenigen welche verloren haben etwa einfach weiter regieren? Nichts ist klar, außer dem klaren Machtanspruch der AfD, gemäß dem Wählervotum, und der Verweigerung die Macht aufzugeben aller anderen Alt-Parteien.
Alice Weidel, Bundesvorsitzende der AfD, untermauert ihre bisherige Prognose, die CDU werde künftig keine Wahl mehr gewinnen. Die CDU-Generalsekretärin Hoppermann bleibt jedoch stereotyp beim Kanzler-Märchen: „Wir brauchen nur eine bessere Erzählung“, der "man muss es dem Bürger im Osten nur länger erklären". Kommentar Tino Chrupalla dazu sinngemäß: Damit erklären sie die Menschen in Sachsen-Anhalt zu „Dumm-Ossis“, die nur nicht verstehen was läuft, und denen man es einfach besser erklären muss (was nicht läuft). Das zeige erneut die Arroganz der CDU, machte der AfD-Bundesvorsitzende deutlich.

Demokratie bedeute Herrschaft der Mehrheit, macht CDU-Fraktionschef Thorsten Frei sein bemerkenswertes Demokratie-Verständnis klar. Sichtlich unter dem Eindruck des desaströsen Wahlergebnisses für die Christ-Demokraten leitet Philipp Amthor (CDU-Staatssekretär) daraus einen Regierungsanspruch für die CDU ab. Verstörend. Aus dem Wahlergebnis in Sachsen-Anhalt, und weitere Wahlen im Osten stehen vor der Tür, lässt sich doch vor allem eines ableiten: Die Wähler wollen den Politikwechsel. Sie trauen ihn der AfD zu. Bundeskanzler Merz hat fertig. Die Brandmauerpolitik endet für die CDU im politischen Waterloo.
Ganz bezeichnend dafür ist die Antwort der CDU-Generalsekretärin Franziska Hoppermann auf eine Frage des ZDF-Moderators danach, was sich denn jetzt in der CDU ändern müsse?
„Wir merken das es uns in Sachsen-Anhalt schwerfiel positive Emotionen zu wecken“.
Wat? Die Bürger im Land wollen keine positiven Erzählungen mehr aufgetischt kriegen, und keine Emotionen geweckt haben. Der Bürger will gute Politik für sich gemacht haben und seine Interessen vertreten sehen. Ist das so schwer zu verstehen? Für die AfD ist die positive Erzählung des Wahlkampfs im Osten auf jeden Fall geglückt. Sie hat den Wähler überzeugt. Seltsam daher die Frage des ZDF-Moderators an Wahlsieger Chrupalla, was denn die AfD nun aus dem Wahlsieg gelernt habe...Siegen, hätte der AfD-Chef einfach antworten können.

Von der Partei „die Linke“, die aus der SED hervorgegangen ist, und in Sachsen-Anhalt beachtlich große Stimmenverluste hinnehmen muss, gingen bemerkenswerter Weise 11.000 Wählerstimmen an die AfD. Ihr Bundesvorsitzender Luigi Pantisano, in der eigenen Partei äußerst unbeliebt, agierte zum wiederholten Male ungeschickt, und schob den Misserfolg seiner Partei der CDU in die Schuhe. Komplett schräg deshalb, weil sich die Linke doch im Wahlkampf klar gegen die CDU-Politik positioniert hatte. Ein wieder einmal betont aggressiv agierender Pantisano bezeichnete Tino Chrupalla in der ZDF-Wahlsendung in einer äußerst flachen Replik als Flachzange.

Ulrich Siegmund, der haushohe Gewinner des heutigen Wahlabends, bekräftigte die ausgestreckte Hand für alle die inhaltlich mit der AfD zusammenarbeiten wollen. Dies könnte am ehesten mit dem BSW klappen, immer vorausgesetzt das BSW kommt in den Landtag. Die BSW-Vorsitzende schloss eine inhaltliche Zusammenarbeit mit der AfD jedenfalls nicht aus, das BSW plädiert aber nach wie vor auf einen überparteilichen Ministerpräsidenten. Zum jetzigen Zeitpunkt ist mit zwischen 4,8 und fünf Prozent für das BSW noch nicht klar, ob die Partei in den Landtag kommt. Die kleinste Partei könnte wieder einmal das Zünglein an der Waage sein.

Die Grünen freuen sich über Zuwächse, die so selbst von ihnen nicht erwartet wurden. Der heiße Sommer hat dieser Partei geholfen, so lässt es sich erstmal attestieren.

Die SPD stagniert. Generalsekretär Klüssendorf maßregelt in der Talk-Runde in SPD-Manier die Ost-Wähler quasi als unbelehrbar...Tino Chrupalla (zugeschaltet aus Sachsen-Anhalt) rief den auch untereinander vor laufender Kamera in der Diskussionsrunde streitenden SPD, Linken und CDU-Politikern ein fröhliches Toi Toi Toi zu.

Der AfD gebührt der Glückwunsch zum Wahlsieg. Allen die anders gewählt haben der Hinweis: Das Abendland wird nicht untergehen und die gutgemeinte Drohung, was macht ihr wenn die es besser können? Allen Alt-Parteien der Verweis: Zeigt zum ersten Mal das ihr die Demokraten seid, die ihr vorgebt zu sein: Lasst den Wahlsieger regieren, und zeigt künftig das ihr es besser könnt als die jetzige Performance, die dieses Land ruiniert.

Die Würfel sind gefallen. Es bleibt abzuwarten wie das alles nun weitergeht, und was daraus gemacht wird.

Herzlichst, Ihre Stef Manzini

Aktuelle Hochrechnung 21 Uhr:
44,2% AfD, 17,4% CDU, 9,1% die Linken, 8,7% die Grünen, 8,5% SPD, 5,1% BSW

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