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EU zerstört das Bauerntum in Deutschland.

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EU zerstört das Bauerntum in Deutschland.
Bildquelle: sz-team

Bauern stöhnen unter der Last von Bürokratie und staatlicher Bevormundung.
Innerhalb der EU gibt es keine Ausgeglichenheit im Agrarsektor – Deutschland wird benachteiligt.
Das Mercosur-Abkommen verschlimmert die Situation der EU-Landwirte.
Statt deutscher Agrarprodukte mit hohem Standard kommt belastete Importware auf die Ladentheke.
Die Autarkie Deutschlands in der Nahrungsmittelerzeugung ist dank der EU-Politik vernichtet.
Dank der EU-Politik geht es den Bauern immer schlechter und die Qualität der Nahrungsmittel wird aufgrund von fragwürdigen Importen minderwertiger. Belastend hinzu kommt der von der EU immer in den Vordergrund gebrachte Nachhaltigkeitsfaktor, der bei den Agrarimporten mit Füßen getreten wird. Diese Doppelmoral und die Unfähigkeit, Grundlagen für eine nationale Autarkie im Nahrungsmittelbereich zu legen, disqualifiziert die EU als Interessensvertreterin für Bauern und Konsumenten.
Die Bauern in ganz Europa sind ein Spielball der EU-Politik. Anstatt das Bauerntum zu unterstützen, um in jedem Land die nationale Versorgung der Bevölkerung mit Nahrungsmitteln sicherstellen zu können, bekommt es einen Nackenschlag nach dem anderen. Aus diesem Grund können sich Deutschland und andere EU-Länder nicht mehr selbst ernähren. Sie sind auf Importe angewiesen.
Allein die Tatsache der nicht mehr vorhandenen Selbstversorgung sollte die EU veranlassen, alles zu unternehmen, um den Bauern eine solide Arbeits- und Lebensgrundlage zu bieten. Stattdessen werden sie überfrachtet mit Bürokratie, die sie nach arbeitsreichem Tagwerk am Abend noch zusätzlich leisten müssen. Die staatliche Kontrolle ist ebenfalls stets vor Ort. Mit Drohnen werden die Anbauflächen abgeflogen, um sich ein Bild über deren Bestellung, Mindestbodenabdeckung und so weiter zu machen oder ob eine Wiese wie gefordert gemäht wurde. Inzwischen erfolgt ein Großteil dieser Überwachung bereits aus dem Weltall per Satellit.
Zudem hat es die EU bis heute nicht fertiggebracht, eine EU-weite Gerechtigkeit bei den Arbeitskosten zu erzielen. Es gibt in der EU keinen einheitlichen Agrarlohn. In Deutschland muss der allgemeine Mindestlohn in Höhe von 12,82 Euro pro Stunde für Landarbeiter gezahlt werden zuzüglich Lohnnebenkosten. In Mittelmeerländern ist der Lohn bedeutend preiswerter, oftmals noch etwas billiger arbeiten die Erntehelfer in ehemaligen Ostblockstaaten. Bulgarien und Rumänien weisen mit vier bis sechs Euro je Arbeitsstunde den geringsten Lohn aus. Ein deutscher Landwirt hat hier zulande keine Konkurrenzfähigkeit mehr. Hinzu kommt, dass in Bulgarien und Rumänien, aber auch in Polen und Litauen die Dieselkosten bedeutend günstiger sind als im hochpreisigen Deutschland.
Jüngst wurde das Mercosur-Abkommen geschlossen. Mercosur ist eine Wirtschaftsorganisation in Lateinamerika mit den Ländern Argentinien, Bolivien, Brasilien, Paraguay und Uruguay, dazu kommen assoziierte Staaten, also Länder ohne Vollmitgliedschaft. Bei dem Kontrakt handelt es sich um ein Freihandelsabkommen. Im Europaparlament stimmte im Januar 2026 eine knappe Mehrheit der Abgeordneten dafür, dass das EU-Mercosur-Abkommen dem Europäischen Gerichtshof zur rechtlichen Überprüfung vorzulegen ist. Trotz der ausstehenden Überprüfung durch den Gerichtshof wurde das Abkommen provisorisch umgesetzt.
Durch den Mercosur-Vertrag werden Deutschland und zahlreiche andere EU-Länder benachteiligt. Die Produktionskosten für landwirtschaftliche Produkte sind in den lateinamerikanischen Ländern noch günstiger als in den billigsten EU-Ländern. Selbst die Transportkosten für die weiten Zulieferungen ändern daran nichts. Dank der EU werden die deutschen Bauern verstärkt benachteiligt.
Noch schlimmer ist das Mercosur-Abkommen für die Verbraucher. Etwa 60 Prozent der in Brasilien eingesetzten Pestizide sind in Deutschland verboten. Trotzdem dürfen die Früchte eingeführt werden, wenn sie die Grenzwerte unterschreiten. Allerdings findet die Überprüfung nur stichprobenartig statt, so dass mindestens 90 Prozent ungeprüft auf der Ladentheke landen. Beim Rindfleisch ist es ähnlich. In Deutschland verbotene Pflanzenschutzmittel kommen im Futteranbau zum Einsatz und Wachstumshormone bei der Tierproduktion. Wachstumshormone sind in Deutschland völlig verboten. Vorbeugender Antibiotikaeinsatz ist in Südamerika gang und gäbe, in Deutschland nur restriktiv nach Indikation durch den Tierarzt. Für die Einfuhr nach Deutschland beziehungsweise in die EU muss der Exporteuer garantieren, dass das Fleisch frei von verbotenen Substanzen ist. Stichproben gaben immer wieder Grund zu Beanstandungen aufgrund von Rückständen und Deklarationsmängeln. Im September 2026 wurde gar ein Importstopp für brasilianisches Rind- und Geflügelfleisch verhängt aufgrund von fehlendem Nachweis zur Hormon- und Antibiotikafreiheit. Mit dem Mercosur-Abkommen leidet nicht nur der Bauer, sondern vor allem der Konsument, der den EU-Deal mit seiner Gesundheit bezahlt.
Inzwischen kündigt sich für die ferne oder vielleicht auch nahe Zukunft ein neues Desaster für die Bauern an. Die EU treibt die Beitrittsverhandlungen mit der Ukraine voran. Dabei bietet der ukrainische Agrarsektor Anlass zu großer Sorge, denn die Ukraine gilt als die Kornkammer Europas.
Arno Bausemer, EU-Abgeordneter der AfD und Mitglied im Ausschuss für Landwirtschaft und ländliche Entwicklung erklärt zum Thema EU-Beitritt der Ukraine: „Die Ukraine ist ein Agrarriese mit deutlich niedrigeren Produktionskosten. Wenn ukrainische Produzenten Zugang zum europäischen Binnenmarkt erhalten, ohne denselben Standards und Belastungen zu unterliegen wie unsere Bauern, entsteht ein massiver Wettbewerbsnachteil.
Unsere Landwirte werden seit Jahren mit immer neuen Auflagen, Umweltvorgaben und Bürokratie belastet. Gleichzeitig darf Brüssel nicht zulassen, dass ein zusätzlicher Preisdruck durch deutlich günstigere Agrarimporte ihre Existenz weiter gefährdet.
Noch brisanter ist die Frage der Agrarförderung. Eine Einbindung der Ukraine in die Gemeinsame Agrarpolitik würde enorme finanzielle Verschiebungen auslösen. Für uns ist klar: Europas Bauern dürfen nicht die Rechnung für die EU-Erweiterungspolitik zahlen."
Wieder einmal wird deutlich, dass die bürgerlich-konservative AfD die Interessen der Bauern vertritt. Es wird offenkundig: Die Ausdehnung staatlicher beziehungsweise suprastaatlicher Zuständigkeit bedeutet weniger Freiheit für Bauern und Bürger.
Der ehemalige Bundessprecher von "Landwirtschaft verbindet Deutschland e.V.", Anthony Lee, hielt 2024 in Bad Waldsee einen Vortrag über Verbotspolitik und ausufernde Bürokratie in der Landwirtschaft, welche zur Zerstörung des Bauerntums führen. Er führte die massive Einschränkungen im Pflanzenschutz an und die ständige Erhöhung von Standards in der Tierhaltung. Als Folge stirbt das Bauerntum, weil es die Vorgaben der EU nicht einhalten kann ohne Pleite zu gehen. Dafür nimmt man den Import von „pestizidvergifteten“ Früchten und „hormonverseuchtem Fleisch“ in Kauf.
Lee führte aus, dass die Autarkie in der deutschen Lebensmittelerzeugung, die um 1990 noch bestand, sich inzwischen derart reduziert hat, dass deutsche Bauern, auf ein Jahr bezogen, nur bis zum 20. Februar die Selbstversorgung sicherstellen können. Aufgrund der Restriktionen durch die EU dürfte sich dieses Datum noch weiter nach vorn verschoben haben. Danach, also bis zum 31. Dezember, übernimmt der Import aus dem Ausland eine oftmals nicht nachhaltige Versorgung der Bürger.
Dieses Desaster ist ein Resultat verfehlter EU- und nationaler Politik im Agrarsektor. Anstatt eine Lösung herbeizuführen, wird die Situation politisch noch verschlimmert. Das schleichende Bauernhofsterben aufgrund linksgrüner Agrarideologie strebt unaufhaltsame seinem Höhepunkt zu. Verschärft wird die gesamte Situation durch Preisexplosionen wie zum Beispiel auf dem Düngemittelmarkt.

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