Kommentar
Überlingen, Stadt der Affen?
Warum ist Überlingen an den Wochenenden nachts so laut, und wieso muss man sich das eigentlich gefallen lassen? Der Überlinger Osten leidet unter permanenter Lärmbelästigung. Nichts sehen, nichts hören, nichts sagen...ein "Ossi" macht jetzt das Maul auf!
An diesem Wochenende finden am Landungsplatz die „Beach Days“ statt, und dem Dauerbeschallten Kernstadtbewohner entsteht, wieder einmal, ein Tinnitus. Verleidet das mega-watt-verstärkte ohrenbetäubende Geschrei des begeisterten und bezahlten Kommentators bereits am Tage jeden Gang in die Nähe des Geschehens, wummern die Bässe der „Musik“ bis in die Nacht hinein- und sind weit bis hin in den Überlinger-Osten zu hören. Dezibel-Messung wie bei den "Montags-Demos" während der "Corona-Plandemie" durch das Ordnungsamt? Fehlanzeige! Nachtschlaf? Den findet man erst gar nicht, und wenn doch endlich, wird der spätestens um drei Uhr weit nach Mitternacht von durch die Straßen ziehenden Schreihälsen wieder geraubt. Die Polizei verschanzt hinter dicken Mauern, und offenbar auch in heißen Nächten bei geschlossenen Fenstern, lässt die Radaubrüder tatenlos passieren.
Nichts sehen, nichts hören, nichts sagen...
Das Überlinger Ordnungsamt und die Überlinger Polizei halt.
Warum finden die „Beach Days“ nicht im „Uferpark“ statt, denn genau dort gehören sie hin? Oder fürchtet man da um die Beschwerden des „Berliner Ehepaars“, das sich schon bei der Landesgartenschau ständig beschwerte? Hier in der Altstadt beschwert man sich offenbar nicht laut genug.
Nichts sehen, nichts hören, nichts sagen...lieber hinter vorgehaltener Hand schimpfen. Die Überlinger halt.
Gerade ging das Promenadenfest zu Ende, und wie praktisch jedes Fest dominierten das auch wieder die „Überlinger Gugge Vamps“, prominent am Mantelhafen platziert, so stört´s nur die "Ossis". Trägt die Blaskapelle im XXXL-Format ja den Wunsch bereits im Namen, die Nacht zum Tag zu machen, ist es ihr beim „Promme“ auch wieder trefflich gelungen. In Dauerschleife müssen Anwohner vom späten Nachmittag bis in die tiefe Nacht hinein das ein- und gleiche Lied ertragen. Denn so hört es sich nun einmal an, wenn 50 Blechbläser Hits rauf und runter spielen. Auch wenn sich die Begeisterung der „Vamps-Fans“ darüber kaum in Grenzen halten lässt. Zum Schluss des „Gigs“ wird nochmal kräftig aufgedreht. „Scheiss egal- s isch ja Fescht“.
Nichts sehen, nichts hören, nichts sagen...Scheinbar hat jede Überlingerin und jeder Überlinger einen Enkel in dieser Band.
Sollte der Überlinger Stadtspitze entgangen sein, dass sich noch Anwohner in der Kernstadt befinden, die vielleicht keinen Geschmack an diesen Festivitäten finden, oder gerne mitfeiern aber Nachts schlafen wollen, so sei es den Verantwortlichen für die Genehmigungen hiermit zur Kenntnis gebracht. Auch auf die Gefahr hin als Spaßbremse zu gelten- der „Geräuschpegel“ ist nicht zu tolerieren. Vor allem dann nicht, wenn es sich nicht um ein einziges „Ereignis“ im Sommer, sondern um eine fast jedes Wochenende wiederkehrende Lärm-Belästigung handelt. Irgendwas ist ja immer los.
Nichts sehen, nichts hören, nichts sagen...An dieser Stelle sei es gesagt!
Nochmal, wer derart „aufdrehen“ will wie die "Vamps" oder bei den "Beach Days" soll in den „Uferpark“ gehen. Dort stört es nur ein einziges Ehepaar- mitten in der Altstadt stört das viele Menschen, auch wenn die dem „Überlinger Lokal-Blatt“ dazu kein Interview geben.
Es ist Sommer, es ist heiß. Man schläft mit geöffneten Fenstern und kriegt dadurch mehr mit.
Jeder war einmal jung und sollte jungen Menschen ihren Spaß gönnen. Viele freuen sich auf die Feste im Freien, sie gehören gewissermaßen zur Tradition der Stadt. Alles easy....oder doch nicht? Nein!
Ab 23 Uhr Musik aus. wer länger will bitte sehr, dafür gibt es den „Uferpark“. Wer trinken und feiern kann, kann meist auch ein paar Schritte laufen, und die Ambiente im „Uferpark“ ist haargenau wie dazu geschaffen. Das hat sich während der Landesgartenschau mehrfach bewiesen.
Im Sommer die „Feschte“ im Winter die „Fasnet“. Bei allem Sinn für Fröhlichkeit...ich höre genau da auf fröhlich zu sein wenn ich so gut wie an jedem Wochenende nachts nicht mehr schlafen kann- und statt dessen diesen Text schreiben muss.
Affenliebe ist wenn man das Maul aufmacht...
Eine Überlingerin. Überlingen, nachts um 4.15 Uhr.
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