Interview
„Razom“. Gemeinsam für den Krieg? Plakataktion in Kiew.
Deutsche Regierung startete eine Plakataktion für ihre Ukraine-Unterstützung in Kiew.
Deutschland fühlt sich nicht ausreichend wertgeschätzt für seinen finanziellen Ukraine-Beistand.
„Gemeinsam“ heißt die Devise der Plakataktion – ein kriegerisches Signal an Russland?
Steuerzahler in Deutschland bluten finanziell für die gigantischen Ukrainehilfen.
Die AfD fordert Frieden und ein Ende der Unterstützungszahlungen.
Weidel spricht von einem dreifachen Desaster für die deutsche Volkswirtschaft.
Deutschland hat der Ukraine über 96 Milliarden Euro im Zusammenhang mit dem Krieg „Russland – Ukraine“ aus dem Steueraufkommen bereitgestellt oder zugesagt. Jede Minute bezahlt der deutsche Steuerzahler 20.000 Euro. Minute, für Minute, für Minute. Dabei geht es hauptsächlich um militärische Hilfe sowie Flüchtlings- und Integrationshilfe in Deutschland. Kleinere Ausgabeposten im einstelligen Prozentbereich sind humanitäre Hilfe, finanzieller Budgetzuschuss (Stützung des ukrainischen Haushalts) oder Energie-, Infrastruktur- und Wiederaufbauhilfe.
Anscheinend findet die Bundesregierung, dass diese Hilfsleistungen von der Ukraine zu wenig wertgeschätzt werden. Laut „Handelsblatt“ vom 14. Juli 2026 betrieb die deutsche Regierung in Kiew plakative Eigenwerbung für ihre Finanzspritzen – natürlich auf Steuerzahlerkosten. 40.000 Euro soll die Werbeplakataktion gekostet haben.
Auf verschiedenen Plakaten mit Kriegsmaschinerie (Drohnen, Panzer, Luftverteidigungssystem) prunkt in kyrillischer Schrift der Slogan „Razom“ (auf Deutsch: „gemeinsam“). Dabei sollen deutsche und ukrainische Flaggensymbole die Verbundenheit zwischen beiden Staaten ausdrücken. Vor der deutschen Botschaft in Kiew prangt gar eine große Tafel mit dem Hinweis: „Deutschland ist der Partner Nummer eins der Ukraine weltweit.“ Eigenlob ist offensichtlich sehr wichtig, aber es stinkt trotzdem.
Das Handelsblatt nennt auch den Grund dieser Werbeaktion. Es mutmaßt, die deutsche Regierung wäre der Meinung, ihre Unterstützung der Ukraine findet in der dortigen Bevölkerung nicht die Würdigung, die sie verdient hätte. Die deutsche Regierung ist der Ansicht, die Hilfen Deutschlands müssten besser vermarktet werden. Marketing in Sachen „Krieg“, unter dem ständigen Verweis das über die Hälfte der Deutschen das unterstützt- wer glaubt das noch?
Wenn man nicht gerade an den Lippen der Tagesschausprecher oder heute-Sprecherinnen hängt, kann man sich nicht des Eindrucks erwehren, dass die Bevölkerung von Kiew und der Ukraine Frieden will. Hier dürften Plakate mit Kriegsgerät eher das Gegenteil von Sympathie für die deutsche Unterstützung bewirken. Zugleich wird die Intension der deutschen Regierung offenkundig: Krieg statt Frieden, ansonsten hätte sie humanitäre Themen für die Plakatwerbung gewählt.
Besonders skandalös ist die Bezeichnung „Razom“ beziehungsweise „Gemeinsam“ auf den Plakaten. Das kann, um es vorsichtig auszudrücken, als Hinweis gesehen werden, dass Deutschland bereits Kriegspartei ist, was natürlich von offizieller Seite bestritten wird. Wenn deutsches Kriegsgerät im Wert von über 55 Milliarden Euro gegen Russland eingesetzt wird, dürfte Russland Deutschland durchaus als Kriegspartei einschätzen. Nach den aktuellen Werbungsplakaten „Razom“ wohl allemal.
Die Plakatkampagne soll auf die Solidarität – ein Wort, das seit Corona bei vielen ins Gegenteil mutiert ist – aufmerksam machen. Anscheinend besteht die Befürchtung der deutschen Regierung, dass das betreute Denken der Kiewer Bevölkerung in dieser Hinsicht nicht ausgeschöpft ist, weshalb man sich für die plakative Sichtbarmachung entschieden hat. So will man bei der ukrainischen Bevölkerung wohl Anerkennung mit dem Zaunpfahl einfordern, zumal im eigenen Land die Ablehnung gegen die Ukrainehilfen immer größer wird. Sicherlich hat dazu auch die Sprengung der deutschen Energieversorgungsleitung „Nord Stream 2“ beigetragen, die nach offiziellen Quellen durch die Ukraine vorgenommen worden ist. Während Deutschland die Ukraine massiv unterstützt, fällt sie mit einem Sabotageakt (russische Quellen sprechen von einem Terroranschlag) Deutschland in den Rücken.
„Die Zeit“ hat im Dezember 2025 bereits festgestellt, dass für die deutsche Bevölkerung laut Umfragewerten der Russland-Ukraine-Krieg einen enormen Bedeutungsverlust erlitten hat. Gefragt wurde in der jährlich durchgeführten Umfrage nach den wichtigsten außenpolitischen Aufgaben. Mit sieben Prozent war die Unterstützung der Ukraine das Schlusslicht bei der Meinungsforschung. Dadurch wird es schwieriger für die Regierung, die aus hart erarbeitetem Steuergeld stammenden Ukrainefinanzierungen zu rechtfertigen. Eigenlob ist da vielleicht ein vermeintlich letzter Strohhalm, die Ukraineunterstützung in ein positives Licht zu rücken.
In der steuerlichen Belastung – gemessen am Arbeitseinkommen – liegt Deutschland hinter Belgien auf Platz zwei weltweit. Der Bürger malocht für den Staat und zahlt jetzt auch noch exorbitante Energiepreise, kämpft mit stark gestiegenen Lebensmittelkosten und kann sich explodierende Mieten nicht mehr leisten. Die von der Regierung verursachte Alltagslast erdrückt ihn. Er realisiert, dass er zum Bankomaten für die Regierung degradiert wurde und deshalb verarmt. Und dann feiert sich die Regierung per Plakatwerbung in der Ukraine. Geht’s noch?
Der Kurs der Kriegsunterstützung für die Ukraine wird in Deutschland von der CDU/CSU und SPD als Regierung und dem Bündnis 90/Die Grünen als ehemalige Regierungspartei gestützt. Die AfD stellt die schärfste Opposition zur Regierungspolitik. Sie fordert Friedensverhandlungen und stellt deutsche Interessen in den Mittelpunkt statt Milliarden für die Ukraine. Die Bundesvorsitzende der AfD, Dr. Alice Weidel, bringt es auf den Punkt: „Während das eigene Land wirtschaftlich zerfällt und absteigt, wirft der Kanzler Milliarden hinaus, um einen unnötigen Krieg zu verlängern, die Friedensbemühungen des US-Präsidenten zu konterkarieren und die Aussicht einer Rückkehr zu vorteilhaften Beziehungen mit Russland in immer weitere Ferne rücken zu lassen. Was Friedrich Merz da angerichtet hat, ist politisch, ökonomisch und fiskalisch ein komplettes Desaster.“
Dieses Zitat macht die Bürgernähe der AfD und die Bürgerferne der Regierung in aller Deutlichkeit offensichtlich. Während die Infrastruktur in Deutschland zerfällt, die Bildung am Boden liegt, Krankenhäuser sterben und die Preise explodieren, hat die Bundesregierung nichts Besseres zu bieten, als eine Werbeaktion für ihre milliardenschwere Ukrainehilfe in Kiew durchzuführen. Und als Dreistigkeit lobt sie sich dafür noch selbst. Kein Wunder, dass das Vertrauen der Altparteien mehr und mehr schwindet, denn die Parteien, die das Desaster verursacht haben, werden das Land nicht aus dem Sumpf ziehen – schon gar nicht mit Eigenlob für ihre Ukraineunterstützung.
"Razom", diese Gemeinsamkeit kostet schon jetzt alles Geld was Deutschland aufbringen kann, und für eigene Interessen dringend benötigt. Dereinst könnte "Razom" in Deutschland Menschenleben kosten.
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