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Elektroauto: Fahrlust oder Fahrfrust?
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Warum ich Sahra Wagenknecht gerne im Fernsehen sehe, ist schnell gesagt. Natürlich, weil sie in den üblichen grauen Talkrunden ein Farbklecks ist. Ihr stets adrettes Pendant zu den dunklen Anzügen der Männer, und manchmal verzweifelt bemühten Outfits der Damen, ist und bleibt das Wagenknecht-Kostüm- und der ewig gleiche Schopf. Überhaupt wirkt die berühmteste Marxistin Deutschlands, ich will nicht mehr “Linke” sagen, denn das ist ja altbacken, komplett alterslos. Und das seit zwei Jahrzehnten. Dass die Zeit dennoch verging, sieht man allenfalls an Wagenknechts Ehemann Oskar. Klar, es kommt ja in der Politik nicht auf Äußerlichkeiten an, aber das Auge isst bekanntlich mit, gell Herr Hofreit
Inhaltlich ist Sahra Wagenknecht immer eine Bereicherung des politischen Medienzirkus, sie ist gut informiert, antwortet so korrekt wie ihr Kostüm- und kommt ohne platte Attitüden und grobe Polemik aus. Manchmal lächelt sie sogar. Auch Angela "Mutti“ Merkel zeigte Kontinuität in Sachen "Hosenanzug“- Sahra würde jedoch nie jemand "Mutti“ nennen. Wagenknecht verkörpert für mich doch eher die Cellistin aus Udo Lindenbergs Song "Cello“. Unnahbar, irgendwie entrückt- und zickig, nehme ich an. Sahra Wagenknecht ist aber sehr beliebt, sie sprach auch zu "Corona“ und zum "Ukraine-Krieg“ immer eine klares Wort- und blieb bei ihrer Meinung. Ein sehr selten gewordenes Attribut dieser Tage. Ihr politisches Angebot, diese atemberaubende Kombination aus linkem Herz, das rechts schlägt, gepaart mit hohen Sympathiewerten wird verfangen, so viel ist sicher. Ob es nicht ein "Wischi-Waschi-Konzept“ mit unklaren Mitstreitern ist, muss sich erst noch beweisen.
Klar ist, Wechsel wird mit "W“ geschrieben. Wende auch.
Wagenknecht. Weidel.
Wie wäre eine Koalition "Links-Rechts“, um nun doch nicht in alten Mustern zu bleiben, nenne ich sie eine Mut-Koalition. Unüberbrückbarer und somit chaotischer als Rot-Grün-Gelb kann es doch gar nicht mehr werden! Die Brandmauern der Altparteien frieren jede Neuentwicklung auf der Stelle ein. Deutschland hat etwas Besseres verdient!
Also, Alice und Sahra, springt über euren Schatten, ihr könnt das, und trinkt mal eine schöne Tasse Kaffee miteinander.
Außergewöhnliche Probleme verlangen ungewöhnliche Lösungen.
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