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Chinesischer Künstler Ai Weiwei kritisiert Meinungsfreiheit im Westen.

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Chinesischer Künstler Ai Weiwei kritisiert Meinungsfreiheit im Westen.
Stef Manzini

„Viele hier sagen ich lebe in einer freien Gesellschaft und ich kann sagen was ich denke, denen sage ich: Ja, weil das was du sagst nicht relevant ist.“ Ai Weiwei am Dienstag, dem 11. August im ZDF.
Dieser Satz verfängt. Denn so sehr sich die Mainstream-Moderatorin Sandra Maischberger auch bemühte, den Künstler ob dieser Aussage immer wieder in seine chinesische Heimat zurückzuführen, Ai Weiwei blieb dabei: Das gilt auch im Westen. In der Schweiz, in England und ja- auch in Deutschland!

Einen bemerkenswerten Auftritt hatte der international bekannte Künstler Ai Weiwei am vergangenen Dienstag im deutschen Fernsehen.
Der Chinese ist auf Promo-Tour, denn zusätzlich zu seinen weltberühmten Bildern hat Ai Weiwei jetzt auch ein Buch geschrieben. „Ai Weiwei über Zensur“.

Meinungskontrolle auch im Westen, auch hier bei uns, so Ai Weiwei, dies wurde von der Mainstream-Moderatorin natürlich nicht kommentiert. Alles ist Kunst. Alles ist Politik. Zensur ist eine globale Kraft, die sowohl von kommerziellen Interessen als auch politischen Agenden angetrieben wird, sagt einer der es wissen muss. Ai Weiwei, Künstler, Aktivist und eine der einflussreichsten kulturellen Persönlichkeiten der Welt, ruft zu freier Meinungsäußerung auf in einem Zeitalter, das von Big Data, Massenüberwachung und neuen Kontrolltechnologien geprägt ist. Der Künstler sagt es klar und ohne Interpretations-Spielraum: Zensur gibt es nicht nur in China, sondern auch in sogenannten liberalen Demokratien.

Mich hat der Auftritt Ai Weiweis sehr berührt, dessen Vater einst gefeierter Schriftsteller und Dichter in China, für 20 Jahre in ein Umerziehungslager verbracht wurde. Ai Weiwei ist in diesem Arbeitslager aufgewachsen, und hauste fünf Jahre seines Lebens zusammen mit seinem Vater in einem Erdloch. Ai Weiwei selbst wurde am 3. April 2011 am Pekinger Flughafen festgenommen, und verbrachte 81 Tage in geheimer Isolationshaft. Seine Mutter schildert in bewegenden Worten die Angst um ihren Sohn, keiner wusste ob er überhaupt noch am Leben war. Die größte Sorge des Malers war während seiner Inhaftierung ob er seinen eigenen damals zweijährigen Sohn jemals wiedersehen würde.
Steuervergehen und die Untergrabung der Staatsgewalt hatten, so die offiziellen chinesischen Stellen, zu seiner Inhaftierung geführt.

Schon immer spricht Ai Weiwei eine klare Sprache und äußert seine Kritik, nicht nur an China. Der Künstler lebt zeitweise in England und in der Schweiz, dort wurden ihm auch schon seine Bankkonten gesperrt. Wohl wegen seiner Äußerungen zum Völkermord in Palästina, vermutet der Dissident.

Jeder kann in Deutschland sagen was er denkt, sofern es nichts relevantes ist was er sagt. Selten habe ich so eine treffende Bezeichnung des aktuellen politischen Klimas gehört.
Aus einem berufenen Mund und von einem Mann, der aufgrund seiner Lebensbiografie ungeheuer viel Gewicht in seine Aussage legen kann.

Aus Richtung der Systempolitiker und der Mainstreammedien zeigt man gerne mit dem Finger auf China. Selbstverständlich ist die Situation politischer Gefangener in Deutschland nicht mit denen im Umerziehungslager in China zu vergleichen. Dies will ich auch gar nicht. Fakt aber ist: Die Gefangenen im sogenannten „Reichsbürger-Prozess“, allesamt politische Häftlinge, sind teilweise schon weit über drei Jahre in Untersuchungshaft- und es geht ihnen schlecht in dieser Haft.

Viel Raum nimmt derzeit die öffentliche Empörung über die „verbotene“ russische Oppositionspartei „Jabloko“ ein- besonders von denjenigen welchen, die hierzulande die AfD verbieten wollen. Diese Leute haben sich übrigens nicht empört, das Zelenskys Ukraine gleich 12 Oppositionsparteien verboten hat, und auch mehrere Oppositions-Medien.

„Wir lieben die Menschen die frei heraussagen was sie denken, falls sie das gleiche denken wie wir“, dieser Spruch von Mark Twain trifft den Nagel auf den Punkt.

Wer das aktuelle Titelbild des Nachrichtenmagazin „Spiegel“ vor Augen hat, das in herabwürdigender Weise ein kränkelndes Konterfei von Ulrich Siegmund mit der Unterzeile „Der gefährlichste Mann in Deutschland“ präsentiert, stelle sich einmal vor was passieren würde wenn man Friedrich Merz so darstellen und so bezeichnen würde. Spätestens dann käme das Rollkommando, denn die Unterdrückung der Opposition hat längst freie Meinungsäußerung, ja sogar Satire, erfasst.
Ulrich Siegmund ist der Mann, geht es nach Wählerwillen und des Volkes-Souverän, der in Sachsen-Anhalt der nächste Ministerpräsident wird....ach nein, das geht ja nicht.
Siegmund ist ja AfD und keine Sauerei zu groß das zu verhindern....

Das ist sie, die sogenannte freie Gesellschaft, in der man eben nichts relevantes sagen oder sein kann, ohne verhindert zu werden. Ai Weiwei hat das erkannt, wie viele zig-tausende in Deutschland, aber nur eine Handvoll beherzter Künstler sprechen das offen aus. Zu sehr hängen die meisten „unserer“ Künstler am Tropf des Systems, wie sich während der „Plandemie“ deutlich gezeigt hat. Alles ist Kunst. Alles ist Politik. Das Private wird politisch, hieß mal ein Sponti-Spruch. Ist seit der Impf-Diktatur längst „Die neue Normalität.“ Im besten Deutschland aller Zeiten will man Meinungen unterhalb des Strafbaren verbieten, ich habe bereits viel über Nancy Faesers Drohung und ihre Wirkung geschrieben. Jetzt will man den Inlandsgeheimdienst mit weitreichenden Handlungsspielräumen ausstatten, um noch intensiver Opposition und Bürger bespitzeln zu können. Ein Artikel zu diesem Themenkomplex folgt in den nächsten Tagen.

stattzeitung.net ist und bleibt ein Oppositions-Medium. Wir lassen uns unsere Meinung nicht verbieten, und berichten haargenau so, wie es die Mainstream-Medien schon lange nicht mehr tun. Wir haben Relevantes zu sagen, und werden dafür bedrängt. Noch aber sind wir weder im Umerziehungslager, noch hausen wir im Erdloch. Daher: wir machen weiter!

Ich danke Ai Weiwei für seine Offenheit!

Herzlichst, Ihre Stef Manzini

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