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Jonas Tögel: „Wie Staat und NATO mit Kognitiver Kriegsführung manipulieren.“

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Jonas Tögel: „Wie Staat und NATO mit Kognitiver Kriegsführung manipulieren.“
Dr. Jonas Tögel (li) und Stef Manzini am 2. Oktober 2026 in Bad Wurzach. Bildquelle: sz-Team

Dr. phil. Jonas Tögel hielt in Bad Wurzach seinen Vortrag „Kognitive Kriegsführung 2.0“.
Aktuelle Propaganda missbraucht Demokratie-Sicherung als Kriegsgrund.
Die Gefahr aus Russland wird dem Bürger regelrecht ins Gehirn eingebrannt.
Die Kunst des Verschweigens von Tatsachen ist eine zentrale Propagandamethode.
Journalistin Stef Manzini von stattZEITUNG.net vertrat die Kollegin Katrin Seibold.

Die Gäste der Veranstaltung „Kognitive Kriegsführung 2.0“ erlebten am 2. Oktober 2026 eine Sternstunde der Aufklärung in Sachen staatlicher Manipulation und Propaganda.

Der Verein „Bürger – Bauern – Mittelstand“ rund um Iris Cassier und Joachim Kaiser lud zu einem Informationsabend mit dem Propagandaforscher Dr. phil. Jonas Tögel ins Kurhaus ein. Über Deutschlands Grenzen hinaus wird der Psychologe und Propaganda-Experte bei den Bürgern hoch geschätzt wegen seiner Vorträge über Kognitive Kriegsführung (Cognitive Warfare). Der Forscher deckt auf, wie modernste Manipulationstechniken unser Denken beeinflussen. Zur Stärkung der eigenen Urteilsfähigkeit hält der Amerikanist, Propagandaforscher und mehrfache Buchautor, sein neuer Buchtitel „Kognitive Kriegsführung 2.0“, einen Verhaltenskatalog parat. Diese Aufklärung missfällt vielen Politikern der Kartellparteien, ihren vorgeschalteten Nichtregierungsorganisationen (NGO) und den nachgeschalteten Mainstream-Medien, da ihre manipulierende Arbeitsweise offenkundig wird und damit an Kraft verliert. Aus diesem Grunde wurde Jonas Tögel bereits von den Mainstream-Medien entsprechend diffamiert. Dies habe ihm auch jenseits der „Medien-Brandmauer“ eine gewisse Popularität eingebracht, wie der Vortragende schmunzelnd erzählte.

Aus Krankheitsgründen musste die angekündigte Moderatorin der Veranstaltung, Katrin Seibold, ehemalige ZDF/3SAT-Journalistin, kurzfristig absagen. Für sie sprang Stef Manzini von stattZEITUNG.net ein. Journalismus braucht Rückgrat, wer Rückgrat hat, ist nicht mehr bei den Mainstream-Medien, hob Manzini in ihrem Redebeitrag hervor, um anschließend Tögels Bücher „Kognitive Kriegsführung“ und „Kriegsspiele“ vorzustellen, die nach ihren Worten in jeden Schulunterricht gehören. „Im Krieg töten sich Menschen, die sich nicht kennen, für Menschen die sich kennen, aber nie töten würden“, so Manzini, dieses Zitat wollte einer der Gäste des Abends später notiert haben, um es an seine Enkel weiterzugeben. Im Kontext „Propaganda“ ließ die Journalistin, die mehrere Jahrzehnte für die Mainstream-Medien tätig war, es sich nicht nehmen zu schildern, wie eine Art „juristische „Kriegsführung“ gegen den Pressefotografen und freien Journalisten der stattZeitung.net unter dem Vorwurf der „Nötigung“ mittels einer weisungsabhängigen Staatsanwaltschaft über zwei Instanzen bis zum rechtskräftigen Freispruch veranstaltet wurde.

Der spätlateinische Ausdruck „Deus le vult“ (Gott will es), den der derzeitige Kriegsminister der USA, Pete Hegseth, auf seinen Arm tätowieren ließ, war zu Zeiten der Kreuzzüge der Knopf, den die päpstliche Obrigkeit drücken musste, um den ersten Kreuzzug auszurufen, sprich das Töten zu rechtfertigen. Dieser Knopf der Kriegsrechtfertigung, so Tögel, änderte sich in Nuancen mit der Zeit. Der Kriegseintritt der USA in den 1. Weltkrieg wurde mit dem zeitlosen Knopf „Krieg für die Verteidigung der Demokratie“ ausgelöst. Dieser Spruch zum Schutz der Demokratie durch Krieg hat bis heute an Aktualität nichts eingebüßt, damit stieg Dr. Jonas Tögel eindrucksvoll in seinen Vortrag ein.
Der Buchautor betonte, viele Staaten beziehungsweise Regierungen und Organisationen wie die NATO haben inzwischen erkannt, dass die Kognitive Kriegsführung die fortschrittlichste Manipulationsform ist, die es heute gibt. Diese Strategie wird laut Tögel gerade beim Ukrainekrieg massiv eingesetzt, um die Bevölkerung des Westens zu manipulieren: Der Verstand soll gehackt, ja zerstört werden. Tögels Aussage zeigt, der in Europa lebende Mensch soll erkennen beziehungsweise überzeugt werden, dass Russland die westlichen Werte bedroht, weshalb sie zu verteidigen seien.
Damit das Narrativ vom bösen Russland und der guten Ukraine als Verbündeter des Westens die Oberhand behält, zeigte Tögel eine Galerie von Zeitungsausschnitten, mit denen die Gefahr vor Russland tagtäglich regelrecht in die Gehirne der Leser eingebrannt wird. Mit dieser Manipulation werden finanzielle Unterstützungen und Waffenlieferungen für die Ukraine als Notwendigkeiten für den Schutz vor Russland dem Bürger verkauft. Gerade wieder war der deutsche Bundeskanzler in Kiew, um dort erneut mehrere Milliarden für die angebliche Verteidigung der westlichen Demokratie zuzusagen. Umfragen bestätigten nach Tögel, dass diejenigen, die Russland als Gefahr sehen, Waffenlieferungen an die Ukraine unterstützen, die Anderen nicht. Mit diesem Beispiel wurde jedem die Kognitive Kriegsführung anschaulich vor Augen geführt.

Als regelrechten Skandal bezeichnete der Propagandaforscher in diesem Konsens den Ausspruch des deutschen Außenministers Wadephul: „Russland wird ständig unser Feind bleiben“. Damit wird für jeden deutlich, woher der Wind weht und wo die Reise hingehen soll. Dazu passt nach Tögel der Ausspruch des Leiters des NATO-Innovationszentrums, François Du Cluzel: „Die Kognitive Kriegsführung ist nicht nur ein Krieg gegen das, was wir denken. Sondern sie ist vielmehr ein Krieg gegen die Art und Weise, wie wir denken.“

In seiner weiteren Ausführung wies Jonas Tögel, der als wissenschaftlicher Mitarbeiter für pädagogische Psychologie an der Universität Regensburg tätig ist, darauf hin, dass bei der Kognitiven Kriegsführung drei Säulen von entscheidender Bedeutung sind: Aufmerksamkeitserzeugung, Status quo und Schattentexte. Aufmerksamkeit erzeugen ist dabei die wichtigste Ressource, denn wer nicht hinschaut, ist nicht betroffen. „Schalten sie die Tagesschau einfach ab, ein Zauberer kann sie nicht verführen, wenn sie ihm die Aufmerksamkeit nicht geben“, ein Tipp vom Propaganda-Forscher. Einher mit der Aufmerksamkeitserzeugung geht die Überflutung mit Information. Sie erfüllt die wichtige Aufgabe, vom eigentlich relevanten Geschehen abzulenken. Im Schatten der Fußball-Weltmeisterschaft wurde zum Beispiel eine ganze Reihe an Gesetzen beschlossen, ohne dass es der Bürger mitbekam. Darunter ist auch das Gesetz, dass Nachrichtendienste Falschmeldungen verbreiten dürfen. Integriert in den Bereich der Ablenkung ist der Vorgang der reduzierten Berichterstattung, um, salopp gesagt, den Ball flach zu halten. Aktuell passiert das bei der Kriegsberichterstattung zwischen den USA und dem Iran, erläuterte der Amerikanist.

Informationsüberflutung wie bei Corona, Klimawahn oder Kriegspropaganda kann bei vielen Mitmenschen zu Ängsten und Depressionen führen. Zahllose Menschen sind gebrochen, fühlen sich hilflos, empfinden ihre Ohnmacht als Ausweglosigkeit. Menschen ziehen sich dann zurück auf ihre eigene persönliche „Insel“, in der die KI (künstliche Intelligenz) oftmals ihr Partner wird, der sie mit „schleimenden“ Floskeln bei der Stange hält. Diese Situation ist genau die, betonte Tögel, in der das Establishment Bürger haben möchte. Denn die Regierung bietet wie bei Corona mit der Impfung den rettenden Anker an. Sie deklariert sich als die einzige Quelle der Wahrheit. Nur sie und ihr Staatsmedium, der öffentlich-rechtliche Rundfunk, sowie die in weiten Teilen heuchlerische Mitmach-Mainstreampresse geben verlässliche Informationen. Damit wird der Mensch zum Konsument der staatlichen Manipulation und fühlt sich dabei gut, weil man ihm sagt, dass er bestens und ehrlich informiert sei. Er steht sozusagen auf dem manipulativen Schlachtfeld und merkt es nicht.

Dr. Jonas Tögel hat seinen „alten“ Vortrag komplett überarbeitet. Das Publikum, soviel sei an dieser Stelle bereits verraten, hing dem Redner an den Lippen. Regelrecht erfahrbar brachte Tögel seine Erkenntnisse den rund 100 Gästen des Abends nahe. Das große Interesse an Thema und Experten zeigte sich auch dadurch, dass so gut wie niemand die Veranstaltung vor der anschließenden Fragerunde verlies.

Ein zentrales Instrument der Propaganda ist das Verschweigen von Fakten. Tögel bezeichnete diese Manipulationsmethode als negative Propaganda. Dabei berief er sich auf das Statement von Aldous Huxley (britischer Schriftsteller und Philosoph): Negative Propaganda, also das Verschweigen, ist ein wirkungsvolleres Mittel zur geistigen Gleichschaltung als das Aussprechen. Als Beispiele führte Tögel den Epstein-Skandal, das NSA-Abhörmanöver, die RKI-Files bei Corona, den Völkermord in Gaza, die Ausbreitung der Armut und die Nato-Osterweiterung auf. Das Verschweigen von wesentlichen Fakten bei diesen Themen im Mainstream bedeutet nach Tögel Manipulation in Reinform.

In diesem Zusammenhang berichtete Stef Manzini über den Kauf der neuen F35 Kampfjets. Gerade eben war der deutsche „Kriegsminister“ Boris Pistorius dazu in die USA gereist. Hier wird den Leuten durch die „Propaganda-Medien“ des Mainstreams erklärt, Deutschland müsse sich von den USA emanzipieren. Tatsache aber ist, dass so ein Kampfjet keine einzige Flugstunde ohne die Genehmigung der USA fliegen wird. Das wird durch diese Medien dem Bürger verschwiegen – und ist doch wesentlich, so die Journalistin und Gründerin der stattZEITUNG.net

Anhand einer „Wohlfühl-Pyramide“ stellte Dr. Tögel dar, warum Menschen nicht auf die Straße gehen und beispielsweise für den Frieden demonstrieren. Solange ihre Grundbedürfnisse gestillt sind, zu denen Essen, Trinken, Wohnen und Sicherheit gehören, ist die Welt für sie in Ordnung – ihr Status quo, ihre Lebenszufriedenheit stimmt. Da interessiert der USA-Iran-Krieg nicht. Wenn aber der Spritpreis wegen des Krieges steigt, wird der Status quo des Menschen gefährdet – jetzt wächst die Demonstrationsbereitschaft. Da das Establishment weiß, wie die Menschen ticken, muss dem hohen Spritpreis wegen des Kriegs zumindest augenscheinlich staatlicherseits der Kampf angesagt werden, damit das Volk ruhig bleibt. Die Spritpreisreduzierung dient demnach nicht primär dem Volk, sondern der Machtsicherung des Establishments. Tögel wies nebenbei darauf hin, dass trotz steigender Lebensmittelpreise der Alkoholpreis konstant blieb. Warum wohl? Vielfaches „Nicken“ im Publikum verriet, das die Gäste des Abends ihre Schlüsse daraus zogen.

Jonas Tögel verstand es nicht nur mit seinen exzellenten Beispielen sein Publikum zu begeistern, sondern gerade auch mit einer Sensibilität durch den Vortrag zu führen. Seine Erkenntnisse und seine Lösungs-Vorschlage dürften sich bei den Gästen des Abends verfangen haben, und noch lange nachhallen.

An dieser Stelle sei den Mitgliedern von „Bürgern – Bauern – Mittelstand, Ravensburg“ ein Kompliment für die hervorragende Organisation und ein herzliches Dankeschön für eine wieder einmal bewusstseinserweiternde Veranstaltung ausgesprochen.

„Schattentexte“ sind eine unbemerkte Manipulationsstrategie, hob der Propagandaforscher hervor. Wenn man im Internet surft, werden laut Tögel im Hintergrund alle Daten des Internetnutzers gesammelt. Sie stellen für Propaganda- und Manipulationszwecke pures Gold dar. Sie verkörpern den Spiegel der menschlichen Seele, erläuterte Tögel und führte fort: Dank der Aufzeichnungen über das Handy und durch das WLAN wird der Mensch durch und durch bis ins kleinste Detail gläsern. Die gewonnenen Informationen können genutzt werden, um jeden einzelnen Menschen individuell anzusprechen. Dieses Instrumentarium kann jederzeit scharfgestellt werden. Tögel bezeichnete in diesem Konsens die Künstliche Intelligenz (KI) als die Zukunft der Manipulation, zumal sich in der späteren Diskussion herausstellte, dass die KI des Öfteren lügt.

Um sich gegen die Propaganda und Manipulation zu schützen, ist es nach Tögel wichtig, die Mechanismen der Kognitiven Kriegsführung zu kennen und zu durchschauen. Dennoch können Menschen in einer Welt gezielter Desinformation emotional aus dem Gleichgewicht geraten, führte der Propagandaforscher fort. Deshalb ist es nach seinen Worten elementar, im Zentrum seiner selbst zu stehen. Dazu gab er diverse Anregungen mit dem Ziel, dass bei jedem eine Resilienz entsteht, an der manipulative Strategien abprallen. Diese Strategien erfahren sie am besten bei einem Vortrag mit Dr. Jonas Tögel, den wir ihnen wirklich ans Herz legen möchten.

Ein Interview mit Jonas Tögel, in dem der Propaganda-Forscher seine Erkenntnisse zur „Tagesschau“ im „öffentlich-rechtlichen Rundfunk“ preisgibt, veröffentlicht stattZEITUNG.net am kommenden Sonntag. Sie dürfen gespannt sein!

sz-Buchtipp: "Kognitive Kriegsführung 2.0" von Dr. Jonas Tögel

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